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Handwerker beklagen Datenverordnung: „Raubt Zeit“

Handwerker in Nordrhein-Westfalen beklagen zusätzlichen Arbeitsaufwand durch die Ende Mai in Kraft getretene Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Das Einholen von Einverständniserklärungen, die Überarbeitung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen und zusätzliche Investitionen in die technische Datensicherheit seien teuer und aufwendig, erklärte die Handwerkskammer Düsseldorf am Sonntag nach einer Befragung von Mitgliedern.

Düsseldorf

17.06.2018

Die zusätzlichen Aufgaben landeten oft bei den Inhabern kleiner Betriebe, die ohnehin mit Aufgaben überhäuft seien. „Für die eigentliche Arbeit bleibt immer weniger Zeit. Und draußen stehen die Kunden Schlange“, mahnte Kammerpräsident Andreas Ehlert. Die Handwerkskammer Düsseldorf ist eine von sieben Kammern in Nordrhein-Westfalen und die größte im Bundesland.

Die Verordnung war nach zweijähriger Übergangsfrist in Kraft getreten. Sie soll EU-weit einen besseren Datenschutz bewirken. So wird die Verarbeitung personenbezogener Daten durch Unternehmen, Vereine oder Behörden jetzt deutlich strenger geregelt.

Gerade kleine Firmen oder Vereine ohne Rechtsabteilung befürchten Strafen oder teure Abmahnungen bei Verstößen gegen die Vorschriften. Seit Mitte Mai verzeichne allein die Handwerkskammer Düsseldorf im Schnitt täglich 200 Anrufe von Betrieben. Keine Rechtsänderung seit der Novelle der Handwerksordnung 2003 habe einen vergleichbaren Informationsbedarf ausgelöst, erklärte die Kammer.