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Hasenhüttl sorgt für Klarheit und will neuen Vertrag

Leipzig. Ja, er will. Ralph Hasenhüttl hat RB Leipzig die Bereitschaft für eine Vertragsverlängerung signalisiert. Der Verein ist jetzt gefragt. Ein Angebot hat der Trainer noch nicht bekommen.

Hasenhüttl sorgt für Klarheit und will neuen Vertrag

Cheftrainer Ralph Hasenhüttl hatte RB Leipzig zur Vizemeisterschaft geführt. Foto: Jan Woitas

Ralph Hasenhüttl atmete kurz durch, dann sorgte er für Klarheit. Wer auch immer sich in diesem Sommer um den 50 Jahre alten Trainer des Fußball-Bundesligisten RB Leipzig bemüht - vergebens. Und auch längerfristig dürfte er nicht zu bekommen sein.

Hasenhüttl hat dem Verein klar zu Verstehen gegeben, dass er für einen neuen Vertrag nach dem Ende seine aktuellen Kontrakts im Juni 2019 bereit ist. „Jetzt ist der Verein am Zug, mir ein Angebot zu unterbreiten“, sagte der 50-Jährige am Sonntag: „Das ist bis jetzt noch nicht passiert. Ich habe meine Bereitschaft signalisiert.“

Immer wieder wurde Hasenhüttls Name auch im Zusammenhang mit dem FC Bayern genannt, wo er einst als Spieler der zweiten Mannschaft im Einsatz war. Auch als Kandidat bei Borussia Dortmund wurde er gehandelt - schon nach dieser Saison.

Nun dürften die RB-Verantwortlichen Hasenhüttl bald ein Angebot vorlegen. Sie wollten schon im Dezember mit ihm vorzeitig verlängern. Da wollte der Coach jedoch noch nicht. Warum, erklärte er ohne Umschweife bei der Pressekonferenz, bei der es eigentlich hauptsächlich um das Verfolger-Duell an diesem Montag in der Red Bull Arena gegen Bayer 04 Leverkusen gehen sollte.

„Ich habe im Dezember in dem ersten Gespräch definitiv noch nicht gewusst, wie und in welcher Richtung es irgendwann weitergehen soll hier“, sagte Hasenhüttl. Es war die Zeit, als RB aus der Champions League ausgeschieden war. Die Mannschaft war auch an der mangelnden Erfahrung gescheitert. „Drei Monate später sind wir alle, ich auch, eine große Erkenntnis weiter, dass es sehr wohl möglich ist“, betonte Hasenhüttl.

Die kommenden drei Spiele - am Montag gegen Bayer Leverkusen, am Donnerstag im Viertelfinal-Rückspiel in der Europa League bei Olympique Marseille (Hinspiel 1:0 für RB) und am Sonntag beim SV Werder Bremen - können ein weiteres Zeugnis für den Reifeprozess der jungen Mannschaft ablegen. Der Einzug ins Halbfinale der Europa League ist möglich, ein erneuter Champions-League-Platz mit zwei Siegen in den beiden kommenden Meisterschaftsspielen immer wahrscheinlicher.

„Mir selbst war es wichtig zu sehen, wie sich die Mannschaft weiter entwickelt. Ob man in der Lage ist, mit meiner und der Arbeit des Trainerteams, die Mannschaft dorthin zu bekommen, dass man auch mit diesen jungen Spielern auf internationalem Niveau mitzuhalten kann.“ Nun wisse er, dass das möglich sei. „Das habe ich in dem letzten Gespräch mit dem Verein ganz klar so artikuliert“, berichtete Hasenhüttl. Er war im Sommer 2016 vom FC Ingolstadt zum damaligen Erstliga-Aufsteiger nach Leipzig gekommen. Er hatte RB gleich zur Vizemeisterschaft und in die europäische Meisterklasse geführt.

Der Erfolg schürte auch Spekulationen. „Die Probleme, die andere Vereine bei der Trainersuche haben, interessieren uns nicht“, sagte RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff am Sonntag bei Sport1. Laut Mintzlaff gab es bisher keiner Angebote. „Die Energie kann sich jeder Verein auch sparen. Das wird ein sehr kurzes Telefonat“, sagte er. Es sei klar, dass RB Leipzig mit Ralph Hasenhüttl in die kommende Saison gehe.

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