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Hasenhüttl zur RB-Krise: „Muss mich nicht kleiner machen“

Leipzig. Es ist die Frage: Was passiert mit Ralph Hasenhüttl bei RB Leipzig? Er selbst verweist auf die insgesamt geleistete Arbeit. Die Momentaufnahme macht indes Sorgen.

Hasenhüttl zur RB-Krise: „Muss mich nicht kleiner machen“

Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl gibt sich selbstbewusst. Foto: Thomas Frey

Ralph Hasenhüttl hat mit Blick auf eine Vertragsverlängerung beim derzeit schwer kriselnden deutschen Fußball-Vizemeister RB Leipzig auf seine bis dahin geleistete Arbeit verwiesen.

„Ich bewerte, was wir in den vergangenen zwei Jahren aufgebaut haben, seitdem ich hier hergekommen bin“, sagte der 50 Jahre alte Trainer in einem Interview der „Sport Bild“. Er betonte: „Ich muss mich nicht kleiner machen, als ich bin.“

Der Österreicher wisse genau, was er bei RB als Trainer mit der Mannschaft geleistet habe und welche Entwicklung der Verein und er genommen hätten. Er bekräftigte noch einmal, dass er zuletzt immer wieder gesagt habe, sich gut vorstellen zu können, noch längerfristig in Leipzig zu bleiben. „Aber am Ende liegt das in der Hand des Klubs“, sagte Hasenhüttl.

Die Verhandlungen über einen neuen Vertrag - sein bisheriger gilt bis Ende Juni 2019 - wurden vorerst gestoppt. Die Vereinsverantwortlichen wollen erst nach dem Saisonende die Gespräche weiterführen.

Nach vier Niederlagen und nur einem Remis in den vergangenen fünf Pflichtspielen mit 18 Gegentoren bleiben Hasenhüttl und seiner Mannschaft nur noch die Spiele am Samstag in der Red Bull Arena gegen den VfL Wolfsburg und eine Woche später bei Hertha BSC, um zumindest die Teilnahme an der Europa League zu sichern. Vor dem 33. Spieltag belegt RB den sechsten Platz mit nur einem Punkt Vorsprung auf Eintracht Frankfurt auf Rang sieben.

„Ich hatte immer Erfolg und nie eine Phase wie jetzt, in der ich vier Spiele nur auf den Hintern bekomme“, räumte Hasenhüttl ein. „Ich kann nicht behaupten, dass ich gerade dankbar dafür bin, aber ich empfinde es als wichtig, diese Erfahrung zu machen, das ist alles andere als tragisch“, sagte er.

Verpassen die Leipziger nach ihrem sensationellen Premierenjahr mit dem zweiten Tabellenplatz und dem Einzug in die Champions League das internationale Geschäft komplett, dürfte es heikel werden. Neben fehlenden Einnahmen würde vor allem der Attraktivitätsfaktor für potenzielle Neuzugänge deutlich gemindert. Das Gleiche gilt noch mehr für die Topleute, die RB unbedingt halten will, nachdem in Naby Keita, der zum FC Liverpool geht, bereits ein ganz wichtiger Spieler den Verein verlassen wird.

Hasenhüttl, um den immer wieder im Zusammenhang mit der damaligen Trainersuche beim FC Bayern spekuliert worden war, spürt nach eigenen Angaben auch in der aktuellen Phase „absolutes Vertrauen“. Er schätze es als sehr wichtig ein, dass „wir diese Erfahrungen sammeln dürfen“, sagte der Österreicher, der im Sommer 2016 vom FC Ingolstadt zu RB gekommen war. Schon nach der Vizemeisterschaft im vergangenen Jahr sei man sich einig gewesen, „dass wir genau die Probleme bekommen werden, die jetzt da sind. Und jeder war der Meinung, dass wir da durch müssen. Jetzt, wo es soweit ist, mag es menschlich sein, dass man es nicht wahrhaben will.“

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