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Integrationszentrum in Nordkirchen

Hilfsangebot für Helfer

Nordkirchen Wenn es in der Flüchtlingshilfe knirscht, können sich die Helfer an das Kommunale Integrationszentrum wenden. Bisher mussten sie dafür bis nach Coesfeld fahren. Am Dienstag öffnet das Zentrum nun auch in Nordkirchen. Überschneidungspunkte mit dem Angebot aus Coesfeld soll es aber nicht zu viele geben.

Hilfsangebot für Helfer

KI-Mitarbeiterin Hannah Wolf ist künftig regelmäßig in Nordkirchen präsent. Foto: Kreis Coesfeld

Das Kommunale Integrationszentrum (KI) des Kreises Coesfeld ist nun auch in Nordkirchen vor Ort präsent. KI-Mitarbeiterin Hannah Wolf wird ab Dienstag regelmäßig in Zimmer 35 im Erdgeschoss des Rathauses, Bohlenstraße 2, anzutreffen sein. Ab dem heutigen Dienstag ist sie dort jeden zweiten und vierten Dienstag im Monat, von 14 bis 16 Uhr, als Ansprechpartnerin vor Ort.

Viele Fragen

Das Angebot richtet sich an alle, die haupt- und ehrenamtlich im Bereich Integration aktiv sind, heißt es vom Kreis Coesfeld. Und es richtet sich an diejenigen, die sich vor Ort ein Bild von den lokalen, aber auch kreisweiten Integrationsangeboten machen möchten.

Das KI sei dazu da, dass die Helfer Probleme ansprechen können, sagt Mechtild Kammert, Fachbereichsleiterin für Bürgerservice, Familie und Soziales bei der Gemeinde. Das könnten Probleme in Familien sein, oder wenn jemand bei der Betreuung nicht weiterkomme. So richtig abgrenzen und auflisten ließen sich die möglichen Fragestellungen für das KI nicht, so Kammert. „Es gibt eine Vielzahl von vorstellbaren Einzelfällen.“ Und bei denen sollen die Helfer vor Ort Ansprechpartner finden.

Bislang war das Integrationszentrum für die Helfer in Coesfeld erreichbar und bot Beratungen rund um das Thema Integration an. Anfangs, als vor rund zwei Jahren viele Flüchtlinge nach Deutschland kamen, habe jeder geguckt, wie er klarkommt und Hilfe organisiert. „Das wird jetzt in organisierte Bahnen gelenkt“, sagt Mechtild Kammert. „Ich denke schon, dass noch viele Fragen da sind und Unterstützung nötig sind.“

Kein doppeltes Angebot

Wichtig sei dem KI aber, so Mitarbeiterin Hannah Wolf, dass sich Angebote in Nordkirchen nicht überschneiden oder doppeln. „Bedeutend ist deshalb, dass es sich bei dem Angebot nicht um Flüchtlingsberatung selbst handelt“, betont Wolf. Denn diese wichtige Aufgabe übernehmen Flüchtlingsbetreuer Khaled Bakkhar und Migrationsberaterin Michaela Piwek-Kunze des DRK-Kreisverbandes Coesfeld.

„Alles, was Ehrenamtliche unterstützt, ist erst mal gut“, sagt Leo Kortmann, der für die Pfarrcaritas Nordkirchen Hilfsangebote mit koordiniert. Die Helfer bekämen aber auch schon bereits jetzt Hilfestellungen. „Wir werden sehr gut betreut von den Fachstellen“, sagt Kortmann im Gespräch mit der Redaktion. Vor allem das DRK und der Sozialdienst Katholischer Frauen helfe den Nordkirchener Frauen bei Problemen. Das zusätzliche Angebot des KI vor Ort könne aber trotzdem helfen. Schließlich sei die Begleitung von Flüchtlingen ein ziemlich breites Feld. Unterstützung könne da auch ein sehr individuelles Bedürfnis sein, sagt Kortmann.

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