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Hrubesch vor Abschied als Interimscoach der DFB-Frauen?

Domzale. Hrubeschs Einstand als Frauen-Interimscoach beim 4:0 gegen Tschechien könnte schon sein Abschied folgen. In Slowenien ist ein klarer Erfolg der DFB-Frauen Pflicht, um die WM-Qualifikation voranzutreiben. Derweil geht die spannende Trainersuche in die entscheidende Phase.

Hrubesch vor Abschied als Interimscoach der DFB-Frauen?

Interims-Bundestrainer Horst Hrubesch glaubt, dass das Kandidaten-Casting bei den Frauen bald beendet sein wird. Foto: Jan Woitas

Nach seinem erfolgreichen Debüt will Horst Hrubesch seine Kurzzeit-Mission als Bundestrainer der deutschen Fußballfrauen mit dem zweiten Sieg abschließen.

Doch ob der 66 Jahre alte Routinier im WM-Qualifikationsspiel am Dienstag in Domzale gegen Slowenien wie geplant tatsächlich zum letzten Mal auf der Bank sitzt, scheint keineswegs sicher. Es hängt davon ab, wie schnell der DFB bei der Suche nach einem Nachfolger oder einer Nachfolgerin für die glücklose Steffi Jones fündig wird.

Bis Mitte Mai, so die derzeitigen Planungen, erwartet das DFB-Präsidium Vorschläge für eine tragfähige und zukunftsträchtige Dauerlösung auf dem wichtigen Posten. „Dann müssen wir schauen, in welchen vertraglichen Bindungen die Vorgeschlagenen stehen und wie schnell man etwas machen kann“, sagte DFB-Präsident Reinhard Grindel nach dem 4:0 gegen Tschechien am Samstag in Halle/Saale.

Im Gespräch sind der ehemalige Trainer und jetzige Sportdirektor des VfL Wolfsburg, Ralf Kellermann, und die frühere Nationalspielerin Martina Voss-Tecklenburg, die aber noch bis zum Ende der WM-Qualifikation als Schweizer Nationaltrainerin gebunden ist.

Hrubesch glaubt, dass das Kandidaten-Casting bald beendet ist. „Wir gehen davon aus, dass wir im Mai in der Lage sind, den neuen Trainer zu präsentieren. Wenn das nicht der Fall ist, werden wir uns etwas einfallen lassen. Ich schließe gar nichts aus“, betonte der Europameister von 1980, der im Notfall wohl sogar bis Ende des Jahres aushelfen würde. Dann aber sei definitiv Schluss für ihn beim DFB, sagte Hrubesch. Das habe er seiner Frau versprochen. „Wenn ich jetzt nicht aufhöre, habe ich ein Problem, dann lässt sie sich scheiden.“

Drei Tage nach dem 4:0 gegen Tschechien, bei dem noch nicht alles rund lief, erwartet Hrubesch im Sportni-Park eine Leistungssteigerung gegen die Sloweninnen, die am Freitag gegen Island 0:2 verloren. „Ich glaube, dass es gegen Slowenien besser wird, eben weil die Mädels gegen Tschechien gesehen haben, was geht. Wir haben erst sechzig Prozent von dem gesehen, was die Mannschaft kann.“

Lea Schüller, die gegen Tschechien alle vier Tore erzielte, hofft auf einen weiteren Startelf-Einsatz. „Wir müssen gewinnen, das ist die klare Aufgabe“, sagte die 20 Jahre alte Stürmerin der SGS Essen. Torhüterin Almuth Schult hält die Leistung des Teams noch für „ausbaufähig“: „Dafür müssen wir einiges besser machen. Slowenien wird sich hinten reinstellen, um so wenig Tore wie möglich zu kassieren.“ Das Hinspiel im September gewann Deutschland 6:0.

Nach fünf Spielen führt die DFB-Elf die Qualifikationsgruppe 5 mit zwölf Punkten vor Island (10 Punkte/4 Spiele), Tschechien (7), Slowenien (3) und Färöer (0) an. Mit einem Erfolg in Slowenien kann der zweimalige Weltmeister einen weiteren Schritt Richtung Frankreich tun. Der Showdown um die WM-Teilnahme 2019 erfolgt dann wohl am 1. September auf Island - mit welchem Trainer auch immer.

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