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Ibrahim Nasrallah gewinnt arabischen Booker-Preis

Abu Dhabi. Der Internationale Preis für Arabische Romanliteratur (IPAF) wird seit 2008 vergeben. Er ist auch als arabischer Booker-Preis bekannt.

Der jordanisch-palästinensische Schriftsteller Ibrahim Nasrallah hat mit einem Roman über Extremismus die wichtigste Auszeichnung für Autoren der arabischen Welt gewonnen.

Er erhalte den Internationalen Preis für Arabische Romanliteratur (IPAF) für sein Werk „Der zweite Krieg des Hundes“, teilte der Veranstalter am Dienstagabend in Abu Dhabi mit. Die Auszeichnung ist auch als arabischer Booker-Preis bekannt.

Der prämierte Roman handele von Extremismus und blindem Töten, sagte Nasrallah. „Solch ein Extremismus ist nicht auf dunkle Organisationen beschränkt, sondern erfasst auch viele Individuen und Organisationen, die Toleranz sowie Akzeptanz von Meinungsfreiheit und Glauben einfordern“, fügte der 1954 geborene Schriftsteller hinzu. Auch erstrecke er sich auf unterdrückende Mächte und viele arabische Regierungen, die Extremismus gegen ihre Bürger praktiziert hätten, bevor extremistische Organisationen damit anfingen. Nasrallah hat bisher 14 Gedichtsammlungen und 16 Romane veröffentlicht.

Die Jury hob hervor, Nasrallah porträtiere die Rohheit des menschlichen Wesens, seine Gier und Rücksichtslosigkeit gegenüber Moralvorstellungen. In diesem Land in der Zukunft sei alles möglich - sogar Kauf und Verkauf von Seelen.

Der arabische Booker-Preis wird seit 2008 alljährlich am Vorabend der Internationalen Buchmesse Abu Dhabi vergeben. Der Gewinner erhält ein Preisgeld von 50 000 US-Dollar. Außerdem wird der Siegertitel ins Englische übersetzt. Auf diese Weise will der Preis dazu beitragen, arabischer Literatur international mehr Aufmerksamkeit zu geben.

Der Literaturpreis wird von der Tourismus-und Kulturbehörde von Abu Dhabi finanziert und von der Londoner Stiftung des Booker Prize unterstützt. 2017 gewann der saudi-arabische Autor Mohammed Hasan Alwan diesen wichtigen Preis der arabischen Welt.

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