Diese Website speichert Cookies auf Ihrem Computer. Diese Cookies werden verwendet, um Ihre Website zu optimieren und Ihnen einen persönlich auf Sie zugeschnittenen Service bereitstellen zu können, sowohl auf dieser Website als auch auf anderen Medienkanälen. Mehr erfahren über die von uns eingesetzten Cookies finden Sie in unserer Datenschutzrichtlinie
Anzeige

Immer mehr Menschen in Japan werden alleine alt

Tokio. In Japan leben immer mehr Menschen allein. In der rapide alternden Gesellschaft sind auch viele alte Menschen von diesem Trend betroffen.

Immer mehr Menschen in Japan werden alleine alt

Wegen der Abwanderung in Großstädte wie Tokio sterben ganze Landstriche aus. Foto: Andy Rain, EPA

Das stellt die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt, wo traditionell den Familien eine wichtige Rolle bei der Versorgung der Alten zukommt, vor wachsende Herausforderungen.

So haben ältere Menschen in Japan oft Probleme, in Pflegeheimen unterzukommen. Viele Einrichtungen akzeptieren Menschen ohne einen Bürgen erst gar nicht, wie eine am Montag zitierte landesweite Umfrage des Mizuho Information and Research Institutes unter rund 2400 Pflegeeinrichtungen ergab. Demnach weist rund ein Drittel ältere Mitmenschen ab, die niemanden vorweisen können, der für sie finanziell aufkommt. Ein ähnlicher Trend sei unter Krankenhäusern im Land zu beobachten, hieß es.

Dabei hatte die Regierung vor zwei Jahren Pflegeeinrichtungen darauf hingewiesen, dass solch ein ablehnendes Verhalten nicht gerechtfertigt sei. Geändert hat dies jedoch offensichtlich nichts.

Machten in dem 127 Millionen Einwohner zählenden Land Single-Haushalte 2015 bereits 34,5 Prozent aller Haushalte aus, dürfte ihr Anteil bis 2040 auf rund 40 Prozent steigen, wie kürzlich aus einer Prognose des National Institute of Population and Social Security Research hervorging. Hintergrund sind die rasante Überalterung der Gesellschaft und veränderte Lebensgewohnheiten.

So heiraten heute mehr Japaner später oder erst gar nicht. Zudem nehmen Scheidungen zu. Während sich früher die Jüngeren um die Alten kümmerten, geht der Trend heute zur Kernfamilie. Viele Senioren leben als Folge allein. Wegen der Abwanderung in Großstädte wie Tokio sterben ganze Landstriche aus. Zurück bleiben oft nur noch die Alten.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Osaka. Erneut sucht ein schweres Erdbeben Japan heim. Diesmal trifft es die Millionenmetropole Osaka im Westen des Landes. Eine Katastrophe wie in Fukushima 2011 bleibt den Menschen erspart. Aber die Furcht ist wieder da.mehr...

Bremen. Im Fall der Lynchjustiz in Bremen hat sich ein Verdächtiger gestellt. Was die anderen Beteiligten betrifft, halten sich die Ermittler mit Informationen zurück. Auslöser der Tat war ein TV-Bericht über Pädophile. Für den Sender könnte das juristische Folgen haben.mehr...

Bremen. Erschreckender Vorfall in Bremen: Ein Mann wird in seiner Wohnung von einer Gruppe überfallen und lebensgefährlich verletzt. Zeugen zufolge hielten die Täter ihn für einen Pädophilen aus einem TV-Beitrag.mehr...

Tokio. In Japan sticht ein Mann mit einem Messer auf Passagiere eines Zuges ein. Ein 38-Jähriger wird getötet. Das Motiv für die Tat liegt im Dunkeln. Hatte der mutmaßliche Täter psychische Probleme?mehr...

Hamburg. Vielen in Deutschland mangelt es an Zeit für sich - das legt eine neue Umfrage nahe. Als größter Zeitfresser wird dabei der Klassiker Haushaltsarbeit gesehen. Dahinter kommt aber ein vergleichsweise neuer Stressfaktor.mehr...

Riad. Zum ersten Mal in der Geschichte Saudi-Arabiens hat das Königreich Frauen den Führerschein übergeben. „Tausende Glückwünsche den Töchtern unseres Landes“, hieß es in einem auf Twitter geteilten Video, das eine Übergabe der Behörden am Montag zeigte.mehr...