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In Höhle eingeschlossen: Thailändische Jugendfußballer leben

Tagelang haben Rettungskräfte in einer überfluteten Höhle verzweifelt Zugang zu einem Dutzend Teenager gesucht. Nun die freudige Nachricht. Doch endgültig gerettet sind die Eingeschlossenen damit noch nicht.

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Chiang Rai

, 02.07.2018
In Höhle eingeschlossen: Thailändische Jugendfußballer leben

Suchmannschaften bereiten sich am Eingang des Höhlensystems vor. Foto: Sakchai Lalit

Die mehr als eine Woche lang in einer Höhle in Thailand vermissten Jugendfußballer sind am Leben. Die Teenager und ihr Trainer seien wohlauf entdeckt worden, aber noch nicht befreit, teilten thailändische Behörden am späten Montagabend (Ortszeit) mit.

„Unsere Spezialkräfte haben die Menschen wohlbehalten gefunden“, berichtete Provinzgouverneur Narongsak Osotthanakorn. „Der Einsatz ist aber noch nicht abgeschlossen. Wir planen, das Wasser aus der Höhle herauszupumpen und sie zu holen.“ Ärzte hätten nun Taucher zu den Jungen begleitet, die erst einmal Kraft schöpfen müssten.

„Wir haben ihnen flüssige Energienahrung und das Wichtigste zum Überleben (Survival Kit) mitgebracht“, schrieben die Rettungstaucher auf ihrer Facebookseite. „Jemand wird bei ihnen bleiben, bis die Rettung anlaufen kann.“ Ein Video der Einsatzkräfte zeigte am Abend die Kinder im Inneren der Höhle im Schein von Taschenlampen - erschöpft aber überglücklich. Die Taucher waren mehr als drei Kilometer weit in die Höhle eingedrungen.

Tagelang hatte eine Überflutung in den Gängen die Rettungskräfte von einem Vordringen abgehalten. Nach Regenfällen am Montag war der Wasserspiegel zuletzt sogar gestiegen.

Die zwölf Jungen im Alter von 11 bis 16 Jahren und ihr Fußballtrainer waren am 23. Juni nach einer Trainingseinheit in die Höhle Tham Luang-Khun Nam Nang Non in der Provinz Chiang Rai eingestiegen. Offensichtlich war die Gruppe von einer Sturzflut überrascht worden und hatte sich vor dem ansteigenden Wasser immer tiefer in die Höhle gerettet. Details zum Hergang sind aber weiter unklar. Die Eltern der Vermissten hatten tagelang vor der Höhle ausgeharrt.

Funde von Hand- und Fußabdrücken hatten die Hoffnung genährt, die Gruppe könne sich in die tief liegende Kammer gerettet haben. Weitere Hinweise gab es seitdem nicht.

Am Wochenende hatten die Rettungsmannschaften zunächst kleine Erfolge vermeldet. So gelang es ihnen, weiter in die etwa zehn Kilometer lange Höhle vorzudringen und zu einer Biegung vorzustoßen, an der sich der Höhlenweg in zwei Richtungen teilt.

Die Jugendlichen und ihr Trainer könnten bis zu 30 Tage ohne Verpflegung überleben, wenn sie mit ihrer Energie gut haushalteten, hatte der Provinzgouverneur noch kurz vor der Erfolgsmeldung gesagt. Der hohe Wasserstand sei problematisch. In Teilen der Höhle stehe das Wasser auf Augenhöhe eines Erwachsenen. „Das Wasser ist der Feind“, hatte er gesagt.

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