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Jazz statt Klassik: Thomas Quasthoff will konsequent bleiben

Berlin. Der Sänger hatte sich nach einer Reihe persönlicher Schicksalsschläge aus dem Klassikbetrieb zurückgezogen. Jetzt kommt er wieder, verlegt sich aber auf ein anderes musikalisches Genre: den Jazz.

Jazz statt Klassik: Thomas Quasthoff will konsequent bleiben

Der deutsche Bass-Bariton Thomas Quasthoff singt wieder, allerdings jetzt Jazz. Foto: Herbert Neubauer

Der mit vielen Grammy- und Echo-Preisen ausgezeichnete Bassbariton-Sänger Thomas Quasthoff will an seinem freiwilligen Abschied von der klassischen Musik festhalten. „Wenn man zurücktritt, ist es besser und konsequenter, dabei zu bleiben“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

„Letztendlich war die Entscheidung, mit der Klassik aufzuhören, genau richtig - die beste in meinem Leben.“ Der 58-Jährige will sich stattdessen auf Jazz konzentrieren und damit auch weiter live auftreten.

Der Verzicht des Contergan-geschädigten Sängers auf Live-Auftritte und Studioaufnahmen mit klassischer Musik hatte vor sechs Jahren viele Fans schockiert. Der Grund sei eine Reihe von persönlichen Schicksalsschlägen gewesen: der Tod von Mutter und Bruder kurz nacheinander, eine inzwischen überwundene Ehekrise. „Sowas steckt man nicht ohne Weiteres weg. Das hat mich zwei Jahre gesundheitlich, psychisch vor allem, sehr negativ beeinflusst“, sagte Quasthoff der dpa. Ihm sei buchstäblich die Stimme weggeblieben. „Es war eine Kopfsache. Ich hatte eine verletzte Seele.“

Der Sänger kehrt mit einer neuen Jazz-Platte ins Rampenlicht zurück. „Nice 'n' Easy“ (Okeh/Sony) erscheint am 18. Mai und ist ein Bigband-Album mit seinem bewährten Trio Frank Chastenier (Piano), Dieter Ilg (Kontrabass) und Wolfgang Haffner (Schlagzeug). „Mit Jazz ist es etwas anderes“, sagte der Wahl-Berliner über seine langjährige Leidenschaft. „Da kann ich die Tonarten so wählen, dass es für mich total bequem und angenehm ist zu singen. Also das werde ich sicher noch ein paar Jahre machen.“

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