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Jüdische Gemeinden sagen Reise mit evangelischer Kirche ab

Düsseldorf. Der Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein hat eine geplante gemeinsame Israel-Reise mit Mitgliedern der Evangelischen Kirche im Rheinland abgesagt. Das erklärten beide Organisationen am Dienstag in getrennten Mitteilungen. Anlass für die Absage sei Kritik an einem Papier der rheinischen Kirche anlässlich des 70-jährigen Bestehen des Staates Israel. Die Reise sollte vom 26. bis 29. April dauern.

Jüdische Gemeinden sagen Reise mit evangelischer Kirche ab

Manfred Rekowski, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland. Foto: Thomas Frey/Archiv

Oded Horowitz, der Vorsitzende des Landesverbands der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein, kritisierte, in der Arbeitshilfe zur Gestaltung von Gottesdiensten anlässlich des Israel-Jubiläums würden der Staat Israel „als brutale Besatzungsmacht“ verunglimpft und historische Fakten unterschlagen. Eine Delegation des Landesverbands werde aber wie geplant Israel besuchen. Für die regelmäßigen Konsultationen mit der evangelischen rheinischen Kirche stehe man weiter zur Verfügung.

Präses Manfred Rekowski bedauerte die Entscheidung. Bei vielen Gesprächen habe man festgestellt, dass es auch unterschiedliche Meinungen in historischen und politischen Fragen gebe. „Gerne hätten wir auch die Reise mit dem Landesverband für das Gespräch über diese kontroversen Themen genutzt“, sagt Rekowski. Mit gut 2,5 Millionen Mitgliedern ist die rheinische Kirche die zweitgrößte evangelische Landeskirche.

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