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KMW-Chef: Milliarden-Geschäft mit Panzern und Artillerie

Berlin. Der Panzerbauer Krauss-Maffei-Wegmann rechnet angesichts der wachsenden Zahl von Auslandseinsätzen und neuer Spannungen mit Russland mit Rüstungsaufträgen in dreistelliger Milliardenhöhe. In ganz Europa müssten Tausende Panzer und Artilleriesysteme ersetzt werden.

KMW-Chef: Milliarden-Geschäft mit Panzern und Artillerie

Messestand von Krauss-Maffei-Wegmann mit Leopard-Panzer in Abu Dhabi. Foto: Jon Gambrell/AP/Archiv

„Das sind Megathemen mit einem Gesamtvolumen von über 100 Milliarden Euro bis 2050“, sagte KMW-Geschäftsführer Frank Haun dem Handelsblatt. „Wenn wir - und damit meine ich KNDS, den Zusammenschluss zwischen KMW und Nexter - davon nur die Hälfte abbekommen, sind wir glücklich.“ KMW habe vergangenes Jahr den stärksten Umsatz der Firmengeschichte erzielt.

Der ursprüngliche Haushaltsplan des früheren Finanzministers Wolfgang Schäuble (CDU) sah vor, dass der Verteidigungsetat von 37 Milliarden Euro im vergangenen Jahr auf 42,4 Milliarden Euro im Jahr 2021 steigen soll. Im Koalitionsvertrag vereinbart wurde eine Milliarde extra für die Truppe bis 2021. „Ich würde nicht sagen, Deutschland rüstet auf“, sagte Haun. „Deutschland füllt eher seine ausgehöhlten Strukturen auf. Da wird ja bis heute an einer Decke gezerrt, die an allen Ecken zu kurz ist.“

KMW hat rund 3000 Mitarbeiter und ist vor allem durch den Bau des Kampfpanzers „Leopard“ bekannt. 2015 fusionierte der Konzern mit der französischen Nexter-Gruppe.

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