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KSC vor ungewisser Zukunft - Wie weiter in der 3. Liga?

Aue. Die direkte Rückkehr in die 2. Liga hatte der Karlsruher SC fest eingeplant. Dass das ambitionierte Ziel nun verpasst wurde, stellt den Club vor Probleme - vor allem finanzieller Art.

KSC vor ungewisser Zukunft - Wie weiter in der 3. Liga?

Marvin Wanitzek, Benjamin Uphoff und Fabian Schleusener (l-r) verloren mit dem KSC in Aue. Foto: Sebastian Kahnert

Den ersten Blick in eine schwierige Zukunft wagte Oliver Kreuzer bereits kurz nach dem Abpfiff. Schwer enttäuscht sprach der Sportdirektor des Karlsruher SC über die Folgen des verpassten Aufstiegs in die 2. Fußball-Bundesliga.

„Das zweite Jahr wird immer schwieriger“, prognostizierte der 52-Jährige, als nach dem 1:3 beim FC Erzgebirge Aue ein weiteres Jahr in der Drittklassigkeit feststand. Präsident Ingo Wellenreuther sprach im SWR sogar von einer schwierigen finanziellen Situation, in der sich der Verein nun befinde. „Es ist jedes Jahr ein Drahtseilakt, dass wir die Lizenz erhalten, und wir tun alles dafür“, sagte der 58-Jährige.

Wie geht es nun also beim KSC weiter? Während die Mannschaft sich nach einem letzten Treffen in den vierwöchigen Sommerurlaub verabschiedete, begann Kreuzer mit den Aufräumarbeiten des schweren sportlichen Rückschlags. Günstiger und kleiner werde die Mannschaft der nächsten Saison, sagte der Sportchef. „Das ist besprochen, dass die Kosten des Kaders nach unten gehen.“ Denn am Personal lasse sich eben am meisten einsparen. „Wenn du einsparen musst, fängst du nicht beim Joghurt an“, formulierte er.

Und Kosten reduzieren muss der Verein dringend. Nur rund 750.000 Euro Fernsehgelder fließen in der 3. Liga, zwischen zehn und elf Millionen hätte der Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga gebracht. Schon zu Jahresbeginn hatte Präsident Wellenreuther vor gravierenden Einschnitten für den Fall eines Drittligaverbleibs gewarnt. „Der KSC ist ein Verein mit einem relativ großen Apparat, der 24 Jahre Erstligist war, 28 Jahre in der 2. Bundesliga und entsprechenden Verwaltungsstrukturen“, sagte er. Da müsse man im Ernstfall auf die Sparbremse treten, um den Verein über Wasser halten zu können.

Während das Präsidium nun binnen weniger Tage die finanzielle „Quadratur des Kreises“ (Wellenreuther) in Angriff nehmen muss, muss Kreuzer dieselbe Aufgabe mit einem konkurrenzfähigen Kader gelingen. Befürchtungen, das Team könne auseinanderbrechen, widersprach der ehemalige Bayern-Profi jedoch. „Es gibt keinen großen Umbruch. Definitiv nein. Wir haben vier Spieler, deren Verträge auslaufen, wir haben zwei Leihspieler“, sagte er.

Verlassen werden den Verein wohl Top-Torjäger Fabian Schleusener (17 Treffer), der nur vom Bundesligisten SC Freiburg ausgeliehen war. Auch Außenverteidiger Matthias Bader wird keinen neuen Vertrag unterschreiben. „Zumindest habe ich keine anderen Signale von seinem Berater“, sagte Kreuzer.

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