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Kampf um Europas Handball-Krone

Köln. Seit 2010 findet das Finalturnier in der Champions League in Köln statt - zum zweiten Mal nach 2017 ohne deutsche Beteiligung. Die stärkste Liga der Welt wird ihrem Ruf nicht mehr gerecht, will aber im kommenden Jahr wieder angreifen.

Kampf um Europas Handball-Krone

Das Final4-Turnier der Champions League findet in Köln statt. Foto: Marius Becker

Die Bundesliga blickt wehmütig zum Final4 der Champions League nach Köln. Wie schon im Vorjahr sind die deutschen Topclubs nur Zaungast, wenn Titelverteidiger Vardar Skopje aus Mazedonien und ein Trio aus Frankreich um Topfavorit Paris St. Germain um Europas Handball-Krone kämpfen.

„Es ist auf jeden Fall Wehmut dabei, dass wieder keine deutsche Mannschaft vertreten ist. Das muss unser Anspruch sein“, sagte HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann der Deutschen Presse-Agentur.

Bohmann wertet das erneute Fehlen der deutschen Elite zwar noch nicht als Alarmsignal, aber immerhin als Indiz dafür, dass die stärkste Liga der Welt diesem Ruf immer weniger gerecht wird. „Dieses Mal sind viele Topvereine wie Barcelona, Veszprem oder Kielce, die von finanzkräftigen Sponsoren gestützt werden, nicht dabei. Dafür aber drei Teams aus Frankreich, und die französische Liga ist vergleichbar mit der Bundesliga“, stellte Bohmann fest. „Es heißt immer, die deutschen Clubs können es nicht schaffen, weil die Belastung in der Liga zu hoch ist. Nun zeigen die Franzosen, die eine ganz ähnliche Belastung haben, dass es sehr wohl möglich ist.“

Im ersten Halbfinale trifft Paris St. Germain mit dem deutschen Auswahl-Kapitän Uwe Gensheimer am Samstag (15.15 Uhr) auf HBC Nantes mit Dominik Klein. Der Weltmeister von 2007 gewann die Trophäe schon dreimal - 2007, 2010 und 2012 mit dem THW Kiel. „Zum Karriereende dort noch einmal aufzulaufen, ist das Größte, was ich mir überhaupt vorstellen kann“, sagte der 34-Jährige. Gensheimer wartet dagegen immer noch auf einen internationalen Erfolg mit der Vereinsmannschaft. „Dieses Mal will ich es unbedingt schaffen“, sagte der Linksaußen.

Für Bohmann steht außer Frage, „dass Paris der absolute Topfavorit der gesamten Veranstaltung ist. Die haben mit weitem Abstand die teuerste Mannschaft und spielen seit vielen Jahren zusammen. Für sie wird es Zeit, die Champions League zu gewinnen.“ Das zweite Halbfinale bestreiten Skopje und Montpellier HB (Samstag, 18.00 Uhr).

Dieses Duo machte im Viertelfinale die letzten deutschen Hoffnungen zunichte. Der deutsche Rekord-Champion aus Kiel war ganz knapp an Skopje gescheitert, Vizemeister SG Flensburg-Handewitt gegen Montpellier chancenlos. Bundesliga-Präsident Uwe Schwenker hatte danach enttäuscht angemerkt: „Ich hatte gehofft, dass es zumindest eine Mannschaft schafft.“

Meister Rhein-Necker Löwen büßte seine Chancen bereits im Achtelfinale wegen einer Doppel-Ansetzung ein. Die Mannheimer mussten am selben Tag das Königsklassen-Hinspiel in Kielce und das Bundesliga-Topspiel in Kiel bestreiten - und schenkten die Champions League ab. „Es darf nie wieder vorkommen, dass eine deutsche Mannschaft aus terminlichen Gründen ausscheidet“, betonte Bohmann und versprach für die kommende Saison: „In der Hinrunde wird es zu keinen Komplikationen kommen, und ich gehe davon aus, dass wir auch die Rückrunde so managen werden, dass es in der gesamten Saison zu keinen Problematiken kommen wird.“

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