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Kein normales Spiel: Duell RB gegen Bayer unter Fan-Protest

Leipzig. Wer gewinnt, klettert auf die Champions-League-Plätze. RB Leipzig würde sogar schon ein Remis reichen. Der Europa-League-Viertelfinalist will aber den Sieg. Genau wie Leverkusen. Es wäre der erste von Bayer gegen RB.

Kein normales Spiel: Duell RB gegen Bayer unter Fan-Protest

Leipzigs Spieler Ibrahima Konaté (l-r), Jean-Kevin Augustin, Bruma und Timo Werner jubeln nach einem Treffer von Werner. Foto: Jan Woitas

Es wird kein normales Spiel. Nicht weil RB Leipzig und Bayer 04 Leverkusen als Fünfter und Sechster mit nur einem Punkt Unterschied jeweils um einen Platz für die Champions League kämpfen.

Sondern weil das Top-Verfolgerduell der Fußball-Bundesliga in der Red Bull Arena um 20.30 Uhr eines der insgesamt fünf bei Teilen der Fans umstrittenen Montagsspiele ist. Beide Trainer und ihre Mannschaften rechnen mit Protestaktionen von Fans. Unabhängig davon haben beide Trainer und ihre Mannschaften nur ein Ziel: Den Sieg.

DIE AUSGANGPOSITION:

RB Leipzig ist vor dem Abschluss des 29. Spieltags vom vierten auf den fünften Platz ab- und damit aus den Champions-League-Rängen gerutscht. Durch das 1:1 daheim gegen 1899 Hoffenheim schob sich Eintracht Frankfurt punktgleich, aber mit der besseren Torbilanz vor die Leipziger. Die Eintracht kommt auf 46 Zähler, ebenso Leipzig, Leverkusen auf 45. Hoffenheim kämpft mit 43 Punkten als Siebter ebenfalls noch mit um Rang vier. Mit einem Sieg käme RB bis auf zwei Punkte an Borussia Dortmund auf Rang drei ran.

DIE BILANZ:

Um sich an Siege gegen eine Leipziger Mannschaft zu erinnern, muss Bayer weit zurückblicken. Gegen RB kassierte Leverkusen bisher zwei Niederlagen in der vergangenen Saison, in der Hinrunde der aktuellen Spielzeit trennten sich die Teams unentschieden (2:2). „Dass die Werkself gegen und in Leipzig gewinnen kann, hat sie allerdings bereits in der Saison 1993/94 gezeigt: Damals gewann Bayer 04 gegen den späteren Absteiger VfB Leipzig sowohl das Hin- als auch das Rückspiel (Heim: 3:1, Auswärts: 3:2)“, schreibt Bayer auf seiner Homepage.

DAS PERSONAL:

RB-Trainer Ralph Hasenhüttl muss wieder improvisieren. Ihm gehen die Außenverteidiger aus. Nach Marcel Halstenberg (Kreuzbandriss im Januar) steht nun auch Konrad Laimer (Muskelriss am vergangenen Donnerstag gegen Olympique Marseille) nicht zur Verfügung. Lukas Klostermann, der von rechts auf links bereits wechselte und in der vergangenen Saison wegen eines Kreuzbandrisses lange ausgefallen war, ist ebenfalls angeschlagen. Ebenso Mittelfeldspieler Bruma. Dafür steht Defensivallrounder Stefan Ilsanker wieder zur Verfügung. Sehr gut möglich, dass Hasenhüttl von Vierer- auf Dreierabwehrkette umstellt. Kollege Heiko Herrlich geht davon aus, dass Kapitän Lars Bender wieder rechtzeitig fit ist. Der Bayer-Coach muss auf den gesperrten Lucas Alario und den verletzten Joel Pohjanpalo verzichten.

DIE TRAINERSTIMMEN:

Ralph Hasenhüttl (RB Leipzig): „Es gibt einige Parallelen zwischen beiden Teams – besonders in der Art zu attackieren und umzuschalten. Wir wissen, dass wir zu Hause eine Macht sind. Wir müssen viel investieren, um uns den Sieg zu verdienen.“

Heiko Herrlich (Bayer Leverkusen): „Es wäre ein Stück weit Pionierarbeit, wenn wir es schaffen, dass zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesliga eine Leverkusener Mannschaft gegen RB Leipzig gewinnt. Leipzig hatte die Erfahrung eines Montagsspiels schon einmal. Für uns ist es eine neue Situation, das habe ich auch vor der Mannschaft angesprochen.“

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