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Kerber sieht erneute Partie gegen Kvitova als Chance

Stuttgart. Angelique Kerbers Aufwärtstrend vom Beginn der Saison scheint inzwischen zu stocken. Die ehemalige Nummer eins der Tennis-Welt aber widerspricht. In Stuttgart hat sie in einem speziellen Spiel die Chance, das Gegenteil zu beweisen.

Kerber sieht erneute Partie gegen Kvitova als Chance

Angelique Kerber trifft beim WTA-Turnier in Stuttgart erneut auf Petra Kvitova. Foto: Thomas Niedermüller

Angelique Kerber lacht. Was nach ihrer bitteren Fed-Cup-Pleite gegen Petra Kvitova vor dem nächsten Duell mit der Tschechin anders sei, wird sie gefragt.

„Ich habe mein Hotel gewechselt. Das ist das Einzige, was ich geändert habe“, antwortet sie gut gelaunt. Dass sie zum Auftakt des Stuttgarter WTA-Turniers gleich wieder auf die zweimalige Wimbledonsiegerin trifft, ist kurios, aber nicht zu ändern. Ob sie allerdings ihr Formtief binnen weniger Tage beenden kann, darf zumindest bezweifelt werden.

Doch das Wiedersehen auf dem Center Court, auf dem sie mit den deutschen Tennis-Damen das enttäuschende Halbfinal-Aus gegen die Tschechinnen um Kvitova zu verdauen hatte, bietet auch die Gelegenheit zur Wiedergutmachung. „Ich weiß, dass ich eine zweite Chance bekomme, es besser zu machen“, sagte die ehemalige Nummer eins der Welt am Montag. Höchstwahrscheinlich für Mittwoch wird ihre erste Runde angesetzt. Spielt Kerber wie am Sonntag, dürfte es in diesem Jahr ihr letzter Auftritt in Stuttgart sein.

Etwas blass, aber mit gefestigter Stimme spricht die zweimalige Grand-Slam-Siegerin ruhig und sachlich über ihre besondere Auslosung für das hochklassig besetzte Sandplatz-Turnier, die vergangenen Tage und zurückliegenden Monate.

Wie sich die Saison 2018 für sie weiter entwickelt, scheint derzeit unklar zu sein. Wer die Linkshänderin im Januar spielen sah, hätte ihr vermutlich einen Sieg gegen die Weltranglisten-Zehnte Kvitova und den dritten Titel beim Porsche Grand Prix nach 2015 und 2016 zugetraut. Nun aber haben enttäuschende Auftritte ihren Aufwärtstrend zumindest ins Wanken gebracht. Kerber allerdings widerspricht.

„Ich habe bei jedem Turnier mindestens Viertelfinale gespielt. Ich habe mich immer besser gefühlt. Im Großen und Ganzen habe ich so weitergespielt, wie ich angefangen habe“, sagt sie.

Zuletzt tendierte die 30-Jährige allerdings dazu, in die Muster aus dem Krisenjahr 2017 zurückfallen. Im Viertelfinale von Indian Wells verlor sie 0:6, 2:6 gegen die Russin Darja Kassatkina. Im Viertelfinale von Miami 1:6, 2:6 gegen die US-Open-Siegerin Sloane Stephens. Im Fed Cup war die Weltranglisten-12. der Herausforderung nicht gewachsen. Kerber wirkt verunsichert. Als es nicht läuft wie gewünscht, zuckt sie mit den Schultern, lässt den Kopf hängen. „Ich bin für mich selber die kritischste Person“, sagt Kerber.

Zu Beginn des Jahres hatte es ausgesehen, als ob die Kielerin das düstere Jahr 2017 schnell vergessen machen lassen kann. Der Wechsel von Langzeitcoach Torben Beltz zum Belgier Wim Fissette erwies sich als Glücksfall. In Melbourne hatte sie gegen die Topgesetzte Simona Halep zwei Matchbälle für den Einzug ins Australian-Open-Finale.

Gar Erfolge wie bei ihrem wundersamen Jahr 2016 mit zwei Grand-Slam-Titeln, einem Olympia- und Wimbledon-Finale und dem Sprung an die Spitze der Weltrangliste schienen wieder erreichbar. „Der Erfolg war auch ein Problem, weil wir Trainingswochen geplant hatten, die wir nicht hatten“, sagte Fissette.

Kerber sagt jetzt auch wieder Sätze wie: „Meine Erwartung auf Sand ist, dass ich meinen Rhythmus finde.“ Oder: „Es geht ja nur besser. Natürlich brauche ich auch die Siege, die mir das Selbstvertrauen geben.“ Ein Erfolg gegen Kvitova wäre dazu bestens geeignet.

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