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Kinder lernen Radfahren am besten mit dem Laufrad

Göttingen. Gleichgewichtsgefühl und Koordination sind die Fähigkeiten, die das Kind zum Radfahren benötigt. Das Laufrad bietet dafür die optimalen Bedingungen. Da Stürze anfangs vorkommen, sollte das Kind einen Helm tragen.

Kinder lernen Radfahren am besten mit dem Laufrad

Balance und Koordination sind das Wichtigste beim Radfahren lernen. Experten halten ein Laufrad für die beste Vorbereitung darauf. Foto: www.puky.de/pd-f

Das Balancieren steht im Mittelpunkt, wenn Kinder das Radfahren lernen. Am besten gelingt dies mit einem Laufrad.

Thomas Geisler vom Pressedienst Fahrrad (pd-f)erklärt: „Beim Laufradfahren wird das Gleichgewicht dynamisch erreicht, jede Bewegung erfordert einen entsprechenden Ausgleich.“ Gleichgewichtsgefühl und Koordination werden spielerisch erlernt.

Stützräder am Hinterrad dagegen seien ein Relikt aus der Vergangenheit und sogar kontraproduktiv: „Das Radfahren wird wieder verlernt, weil sich das Kind auf die Stützräder verlässt. Werden die Stützen entfernt, muss das Kind wieder von neuem das Balancieren lernen“, warnt Geisler. Anfangs könnten Kinder zwar stürzen. Polster am Laufrad, Sicherheitsgriffe und ein Helm milderten aber die Folgen.

Das Treten der Pedale kann Kinder dann später zunächst überfordern, wenn sie auf ein richtiges Fahrrad umsteigen. Helfen könnte hier parallel zum Laufrad auch ein Dreirad, um die Tretbewegung einzuüben und die Umstellung vorzubereiten. Ab etwa drei Jahren könnten Kinder reif fürs Kinderfahrrad sein. Das sei aber individuell verschieden.

Geisler warnt vor zuviel Ehrgeiz: „Man trainiert keinen Rennfahrer, sondern das Kind muss mit Spaß an das Fahrradfahren herangeführt werden.“ Längere Strecken könnten schädlich sein, sinnvoll sei vielmehr ein kleiner Hindernis-Parcours zur Gleichgewichtsschulung.

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