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Kinder warten lange auf das Wild

Ferienprogramm

Ausgestattet mit Fernglas und Taschenlampe gingen am Dienstagabend 37 Kinder und ihre Eltern im Rahmen des Nordkirchener Ferienprogramms "auf die Pirsch". Sie freuten sich schon auf Füchse, Rehe und Hasen. Aber ihre Geduld wurde auf eine harte Probe gestellt.

NORDKIRCHEN

von Von Antje Pflips

, 01.08.2012
Kinder warten lange auf das Wild

Überschwänglich erzählten die Kinder, was sie erlebt hatten.

Hegeringsleiter Hubertus Pröbsting und 16 weitere Mitglieder des Hegerings Nordkirchen-Südkirchen-Capelle hatten sich gerne bereit erklärt, den Kindern und Eltern den Wald und dessen Bewohner näher zu bringen. Elisabeth Högemann vom Juno begrüßte am Treffpunkt Gesamtschule die Familien und Jäger und freute sich über das große Interesse.  Schnell wurden die einzelnen Gruppen auf die Fahrzeuge verteilt und schon ging es in die Reviere rund um Nordkirchen. Hatten alle ihre Kanzeln betreten, hieß es abwarten. Das konnte lange dauern, denn die Tiere zeigen sich nicht auf Knopfdruck.

Geduld, abwarten, sich ruhig verhalten – nicht einfach für Kinder, die es gewöhnt sind, sich zu bewegen und zu reden. Doch auf dem Hochsitz darf allenthalben nur geflüstert werden. Denn so schnell zeigte sich das Wild nicht. Auch Hubertus Pröbsting saß auf seiner Kanzel und wartete. Die ersten, die aus dem Dickicht hervor kamen, waren Hasen und Kaninchen. Die hoppelten unbedarft auf die abgeernteten Felder. Langsam dämmerte es. Ein Bussard ließ sich auf dem Stoppelfeld nieder, schaute sich um und stieg wieder in die Höhe. Eine Katze schlich über das Feld und jagte Mäuse. Fasane schrieen hinter dem Wald und ein Eichelhäher meldete sich aus einem nahen Baum. Grillen zirpten und vereinzelte Vogelstimmen waren zu hören. Nach eineinhalb Stunden stürmten dann doch noch zwei junge Rehe aus dem Gebüsch. Sie liefen aufs Feld, machten ungestüm ihre Sprünge, hielten sich aber immer am Rande des Waldes auf, um schnell wieder in Deckung zu gehen.  

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