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Auf den Leim gegangen

KIRCHHELLEN "Wer geht uns auf den Leim?" und "Bitte nicht stören" hießen die beiden Stücke der fünften Klasse der Theater AG, die am Dienstagabend den Eltern vorgeführt wurden.

von Von Yvonne Dziabel

, 25.06.2008

Ein halbes Jahr hatten die Schülerinnen und Schüler eine Stunde pro Woche für den Auftritt geprobt und so leicht es bei der Aufführung letztlich aussah, war es lange nicht. Laut sprechen, den Text sicher beherrschen und zudem noch schauspielern. Eine Herausforderung, der die Schüler aber durchaus gewachsen waren.

Schulalltag

In beiden Stücken ging es um den Schulalltag, auch wenn der am Vestischen Gymnasium natürlich wesentlich geregelter verläuft, als in den gezeigten Szenen. In "Bitte nicht stören" will der strenge Lehrer Schuster die Schüler unangekündigt im Fach Erdkunde prüfen. Auf dem Plan steht der Rhein als Thema. Aber er hat die Rechnung ohne die Klasse gemacht. Die sind nämlich vollkommen unvorbereitet und zeigen jede Menge Einfallsreichtum, um den Unterricht so oft zu stören, dass Schuster nicht zum Prüfen kommt.

"Wir müssen noch das Milchgeld einsammeln", lassen die Schüler verlauten und halten ein Referat, wie gesund die Milch doch sei. Auch die Störung eines Vertreters für Schulmaterialien ist eine willkommene Abwechslung, die die Schüler clever für sich nutzen.

Klebriger Stuhl

Auch das zweite Stück "Wer geht uns auf den Leim?" fand großen Anklang beim Publikum. Streiche gehören zum Schulalltag dazu und da kommt die Tochter eines Anstreichermeisters gerade gelegen, die ein kleines Fass Superleim mitgebracht hat, an dem alles innerhalb von Sekunden festklebt. Die unbeliebte Lehrerin Frau Adler, die Unruhe in der Klasse hasst - es selbst aber nie schafft, ruhig zu stehen - soll das Opfer der hinterlistigen Streichs werden. Sie hatte den Schülern oft genug angedroht, sie mit Leim an ihren Stühlen festzukleben. Die Schüler drehen den Spieß jedoch um und verleimen die Sitzfläche ihres Stuhls.

Übertrieben höflich

Wer kann denn schon ahnen, dass plötzlich die Mutter einer Schülerin und die Direktorin am Unterricht teilnehmen wollen. Die Klasse überschlägt sich plötzlich vor Höflichkeit, bringt den beiden Besuchern Stühle, um zu verhindern, dass ihr Streich auffliegt. Was für Lacher auf Seiten des Publikums sorgte. Die Zuschauer im Forum der Hauptschule waren nach dem 50 Minuten begeistert von der Aufführung ihrer Kinder und schenkten großzügigen Applaus.

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