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Feldhausen soll weiter wachsen

KIRCHHELLEN Ein Kran neben dem anderen. So sieht es derzeit in Feldhausen aus. Doch die Helmke-Immobilien GmbH, die dort tätig ist, plant bereits das nächste Baugebiet. Direkt nebenan.

03.06.2008
Feldhausen soll weiter wachsen

Derzeit wird das mögliche neue Baugebiet in Feldhausen noch landwirtschaftlich genutzt.

Damit beschäftigten sich die Bezirksvertreter bei ihrer Sitzung am Dienstagnachmittag. Das neue Plangebiet liegt zwischen den Straßen „Hemmers Pöhlken“ und „Am Kuhberg“, ein Bereich, der bisher landwirtschaftlich genutzt wird. Zusätzlich zu den 150 Wohneinheiten, die durch den Bebauungsplan „Westlich von Galen-Straße“ entstehen werden (90 Prozent der Flächen sind bereits verkauft), sollen hier 50 Wohneinheiten hinzukommen. Was von den Bezirksvertretern durchaus positiv gesehen wurde.

Verkehrskonzept

Dorothee Askemper (CDU) legte jedoch Wert darauf, dass der Grünbereich, der im alten Bebauungsplan verankert war, erhalten bleibe und ein Verkehrskonzept erstellt werden müsse. Dieter Stratmann von der SPD forderte die Verwaltung auf, zu prüfen, wie sich die Ausweitung der Bebauung auf Kindergarten und Schule in Feldhausen auswirke. Bemängelt wurde von einigen Bezirksvertretern, unter ihnen Sigrid Lange (Grüne), dass die Bürger in Feldhausen zu wenig Informationen über die Pläne erhalten hätten. Lange: „Viele Bürger wollen das neue Baugebiet nicht. Wir sollten abwarten, wie sich das Gebiet entwickelt.“ Askemper versuchte zu beschwichtigen: „Wir bekommen das Ganze noch mal auf den Tisch. Und müssen dann nicht zu allem ‚Ja und Amen‘ sagen.“ Der Aufstellung des Bebauungsplans stimmten die Bezirksvertreter bei einer Gegenstimme zu.

Auswüchse

Eher grundsätzlicherer Art waren die Überlegungen von Oliver Mies (FDP) anschließend: Was er in den letzten Monaten und Jahren in Kirchhellen an neuer und höchst unterschiedlicher Bebauung gesehen habe, finde nicht mehr seine Zustimmung. „Das Flair, das Kirchhellen in der Vergangenheit hatte, ist nicht mehr so ausgeprägt wie noch vor einigen Jahren.“ Dieter Stratmann überlegte laut, ob man nicht eine Gestaltungsverordnung festsetzen könne. Damit könne man Auswüchse einschränken, etwa die Geschossigkeit von Gebäuden regeln: „Das Bauamt entscheidet nicht über Geschmack, sondern über rechtliche Zulässigkeit.“ Mit dem Planungsamt will die Bezirksvertretung nun darüber ins Gespräch kommen. 

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