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Jongleure litten unter "Fallsucht"

KIRCHHELLEN Mit gemischten Gefühlen sahen rund 100 Zuschauer im Brauhaus dem dritten Abend von "Matthias Rauch & Friends" entgegen. Auch am Sonntag konnten nicht alle "Freunde" überzeugen.

von Von Yvonne Dziabel

, 03.06.2008
Jongleure litten unter "Fallsucht"

<p>Alexander Merk auf Fantasiereise durch die Zeit. Dziabel</p>

Ob es an der Nervosität lag oder sie einen schlechten Tag hatten? Beim Duo LeiSee klappte jedenfalls fast nichts. Eigentlich wollten sie mit Synchron-Diabolo-Show und Jonglage beeindrucken. Doch die Teufelsrollen landeten selten auf den Seilen und auch die Bälle fielen den fehlenden Fangkünsten des Duos zum Opfer, so dass sogar das Publikum verloren gegangene Bälle wieder auf die Bühne zurückwerfen musste.

Freches Mundwerk

Ramona Schuhkraft, die Kölnerin mit dem frechen Mundwerk, war da schon eine echte Erleichterung. Sie machte sich u.a. über die Modestadt Düsseldorf lustig, wo alle herumliefen, wie die Models. Selbst beim Brötchenkaufen: "Ich will die vom Boss. Und die Verkäuferin antwortet mit 'Joop'.". Auch für Alltagssituationen an Tankstellen hatte sie eine Lösung parat. "Ich nehme mir nächstes Mal einen Dalmatiner mit dorthin. Wenn ich an der Kasse wieder gefragt werde, ob ich Punkte sammele, kann ich wenigstens sagen: Ich nicht, aber er." Ihre Interpretation von Bibi Blocksberg für dicke Kinder - Bigi Klopsberg - hingegen stieß beim Publikum auf wenig Gegenliebe. Der sehr junge und etwas unscheinbare Illusionist Alexander Merk hatte Besonderes im Gepäck. Er schaffte es, die Zuschauer mit Fantasiereisen in seinen Bann zu ziehen.

"Das ist Mord"

Der Höhepunkt des Abends war Henning Schmidtke. Der sympathische Comedian bewies mit Auszügen aus seinem Programm "Musikpolizei", wie absurd Kinderlieder sein können. "Die Affen rasen durch den Wald, der eine macht den anderen kalt - das ist Mord", regte er sich auf. Gastgeber Matthias Rauch zeigte zwischen den Gastauftritten sein Können. Kartentricks per Video oder das Verschwinden lassen von Ketchup-Flaschen ließen das Publikum jubeln. Ob als David Hasselhoff oder Hombre aus dem Wilden Westen: Rauch konnte tun und lassen, was er wollte auf der Bühne, die Zuschauer liebten ihn. Viele von ihnen sagten am Ende des Abends wieder: "Es war zu wenig Matthias Rauch."

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