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Kleiner Junge stürzt aus viertem Obergeschoss

Eine schlafende Mutter, ein angelehntes Fenster, ein Drama: In Solingen ist ein Kleinkind aus dem Fenster eines Mehrfamilienhauses gestürzt. Gerade in den Sommermonaten häufen sich derartige Unglücke.

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Solingen

, 06.07.2018

Ein kleiner Junge ist aus dem vierten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses in Solingen gestürzt und dabei schwerst verletzt worden. Nach Angaben der Polizei hatte seine Mutter am Donnerstagabend zusammen mit dem etwa eineinhalb Jahre alten Kind auf der Couch geschlafen. Offenbar wachte der Junge auf, öffnete unbemerkt ein angelehntes Fenster und stürzte in die Tiefe.

Eine Nachbarin hörte den Aufprall und alarmierte den Rettungsdienst. Das schwer verletzte Kind kam in eine Klinik. Die geschockte Mutter musste ebenfalls in ein Krankenhaus gebracht werden. Das „Solinger Tageblatt“ hatte darüber berichtet.

In der vergangenen Woche hatte es bereits ein ähnliches Drama in Essen gegeben, als ein zwei Jahre alter Junge aus dem dritten Stock eines Mehrfamilienhauses fiel und starb. Auch in Solingen war im vergangenen Sommer ein Kleinkind bei einem Fenstersturz gestorben.

Gerade bei frühlingshaftem Wetter und sommerlichen Temperaturen - wenn Fenster geöffnet werden - beobachten Experten eine Häufung derartiger Unglücke. „Fensterstürze von Kindern häufen sich in den Monaten Mai bis August“, erklärt die Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder. In dieser Zeit verzeichne die Organisation jede Woche eine Meldung über ein Kind, das von einem Balkon oder aus dem Fenster stürzt. Gründe seien der Entdeckerdrang und der Körperschwerpunkt von Kleinkindern - sie kippen schnell vorne über, da er höher liegt als bei Erwachsenen.

Die Experten empfehlen unter anderem, Stühle, Tische und Pflanzenkübel nicht in der Nähe von Fenstern oder Balkongeländern zu postieren, da sie die Kinder als Steighilfe benutzen können. Zudem sollte man Fenster und Balkontüren mit kindersicheren, abschließbaren Griffen versehen.