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Koelnmesse auf Rekordkurs: Risiken am Horizont

Köln. Die Koelnmesse hat 2017 einen Umsatzrekord erzielt und sieht sich auch in den kommenden Jahren auf Wachstumskurs. Mit knapp 358 Millionen Euro sei der Konzernumsatz um rund elf Prozent gegenüber dem Vergleichsjahr 2015 geklettert, teilte Messe-Chef Gerald Böse am Donnerstag mit. Der Gewinn liege mit gut 27 Millionen Euro ebenfalls über Plan. An 82 Messen und Ausstellungen - darunter 28 im Ausland - waren mehr als 43 000 Unternehmen aus 119 Ländern beteiligt, gut 2,1 Millionen Besucher aus 218 Staaten kamen. Bei den großen Branchenschauen hatten die Ernährungsmesse Anuga, die Kind+Jugend oder auch die Gamescom Zuwächse. Auch 2018 sei der Konzern positiv gestartet.

Koelnmesse auf Rekordkurs: Risiken am Horizont

Das Logo der Koelnmesse auf dem Messegelände in Köln. Foto: Oliver Berg/Archiv

Die Koelnmesse baut auf eine stärkere Internationalisierung, wie Böse betonte. Inzwischen mache das Auslandsgeschäft rund neun Prozent des Gesamtumsatzes aus. Für die Weltausstellung Expo 2020/2021 in Dubai werde das Unternehmen - vom Bundeswirtschaftsministerium beauftragt - Organisation und Betrieb des Deutschen Pavillons übernehmen. Zu den Großvorhaben der Kölner gehört die Digitalisierung: Bis 2022 sollen rund 50 Millionen Euro in die digitale Transformation fließen.

Das Überspringen der 400-Millionen-Umsatzmarke sei schon bald realistisch, meinte Böse. „Das wird uns ermöglichen, in der internationalen Messelandschaft, in der wir bisher schon eine führende Rolle gespielt haben, uns auch da nachhaltig in der Spitzengruppe zu etablieren.“ Brexit oder drohende Handelskriege seien aber Risikofaktoren. Der Konzern beschäftigt gut 800 Mitarbeiter und ist zu 79 Prozent im Besitz der Stadt Köln.

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