Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Koffer voller Stofftiere

NORDKIRCHEN Wenn jemand eine Reise tut, dann kann er was erzählen. Treffender als bei Bernd und Birgit Kersting könnte das Sprichwort kaum sein. Denn das Ehepaar aus Nordkirchen hat eine Reise gewagt, in das von Unruhen geplagte Kenia.

von Von Arne Niehörster

, 24.02.2008
Koffer voller Stofftiere

<p>Die Kinder freuten über den Besuch aus Deutschland, vor allem über die Geschenke.</p>

Aus einer Exkursion inklusive touristischem Sightseeing wurde eine Hilfs-Expedition. "Eigentlich sollte es eine reine Urlaubsreise werden", sagt Bernd Kersting. Die stand bis zum Abflug am 19. Januar auf Messers Schneide.

Auswärtiges Amt warnte

 Das auswärtige Amt warnt vor der Einreise ob der bürgerkriegsähnlichen Zustände in dem ostafrikanischen Land. Den Kerstings aus Nordkirchen waren trotzdem fest entschlossen: "Wir reisen nach Kenia." Gesagt, getan. Aber aus zwei Koffern und Handgepäck ist viel mehr geworden. "Wir haben in Zeitungen und im Fernsehen so viel über die Armut, vor allem die der Kinder, gesehen."

Erhebliches Übergepäck

Der Anlass für das Ehepaar, vorab eine Spendenaktion zu starten. Bei Freunden und Bekannten haben sie etwa Kinderkleidung und ganz viele Stofftiere gesammelt. Mit erheblichem Übergepäck stand Familie Kersting dann am Flughafenschalter. "Da hat uns die Fluggesellschaft LTU geholfen. Wir mussten dafür nichts bezahlen." In Kenia angekommen, haben Bernd und Birgit Kersting in den drei Wochen immer wieder den direkten Kontakt zur Bevölkerung gesucht, haben afrikanische Familien in ihren Hütten getroffen, fragten sich zu Schulen, Kindergärten und Waisenhäusern durch. Birgit Kersting war tief gerührt: "Die Menschen sind so freundlich und herzlich. Und sie waren voll großer Dankbarkeit für unsere Geschenke." Die kamen durch das Engagement der Kerstings und den Freunden aus Deutschland direkt bei den Bedürftigen an. Und voraussichtlich auch nicht das letze Mal.

Persönliche Kontakte bleiben fest in Erinnerung

Für Januar 2009 ist wieder eine Urlaub- und Hilfs-Expedition geplant, "die Landschaft, die fantastische Tierwelt aber vor allem die persönlichen Kontakte zu den Einheimischen bleiben fest in unserer Erinnerung verwurzelt." So fest, dass die Kerstings die Patenschaft eines Kindergartens übernommen haben. Seit dem 10. Februar sind sie wieder in Deutschland, alle Geschenke übergeben und die Kerstings haben selbst auch einen Kofferinhalt weniger: "Das haben wir alles da gelassen. Wir haben hier doch soviel."

Lesen Sie jetzt