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Kombinierer Rießle Dritter im Saisonfinale - Watabe siegt

Schonach. Ein dritter Platz im Saisonfinale war das Beste, was die deutschen Nordischen Kombinierer beim Heim-Weltcup in Schonach noch zustande brachten. Auch wenn sie sich mehr erhofft hatten, fällt das Fazit positiv aus. Die Olympia-Erfolge überstrahlen alles.

Kombinierer Rießle Dritter im Saisonfinale - Watabe siegt

Wurde zum Abschluss Dritter in Schonach: Fabian Rießle. Foto: Patrick Seeger

Am Ende fehlten Fabian Rießle und seinen Teamkollegen die Kräfte, um eine überaus erfolgreiche Saison mit einem Heimsieg abzurunden.

Das Weltcup-Finale in der Nordischen Kombination in Schonach wurde stattdessen zu einem Schaulaufen des Japaners Akito Watabe, der seinen Weltcup-Gesamtsieg mit zwei Tageserfolgen untermauerte. Für Rießle blieb zumindest ein dritter Platz, der ihm auch Platz drei in der Gesamtwertung bescherte. Um den Norweger Jan Schmid noch von Rang zwei zu verdrängen, hätte es in jedem Fall eines Sieges bedurft. Auch im Nationencup konnten die Schützlinge von Bundestrainer Hermann Weinbuch die Norweger nicht mehr von der Spitze verdrängen.

„Unser Fokus lag auf Olympia. Und das ist mit drei Olympiasiegen und insgesamt fünf Medaillen voll aufgegangen. Da ist der Verlust der Spitzenposition im Nationencup zu verkraften“, resümierte Weinbuch. Sein Fazit fällt durchaus positiv aus, obwohl erstmals nach fünf Jahren der Weltcup-Gesamtsieger eben nicht aus seinem Team kommt und auch die Mannschaftswertung nicht gewonnen wurde. „Nach dem schwierigen ersten Saisondrittel, das unserem harten Lauftraining und fehlendem Selbstbewusstsein im Springen geschuldet war, haben wir uns aus dem Tal gemeinsam herausgearbeitet. Und das ist für mich besonders hoch einzuordnen. Denn wir sind als Team zurückgekommen, jeder kämpft für den anderen. Das zählt“, sagte Weinbuch.

Achtmal gewannen seine Schützlinge Weltcup-Wettbewerbe, so oft wie keine andere Nation. Vier Siege holte Rießle. „Er hat neben Vinzenz Geiger den größten Sprung gemacht“, lobte der Coach den Team-Olympiasieger und Olympia-Zweiten von der Großschanze. „Ich freue mich über diese Saison. Es war das Beste, was ich bislang geschafft habe. Vielleicht wäre noch mehr möglich gewesen, aber das kann ich im nächsten Jahr noch nachholen“, sagte der Schwarzwälder, der wie die beiden Einzel-Olympiasieger Eric Frenzel und Johannes Rydzek nun den Urlaub herbeisehnt. Ihnen allen war in Schonach die strapaziöse Saison anzumerken.

Im kommenden Winter müssen sie dann ohne Björn Kircheisen auskommen. Der Routinier verabschiedete sich in Schonach nach 281 Weltcup-Starts mit Platz 22 aus dem Leistungssport. „Es war sehr emotional. Klar tut es weh, der Sport ist mein Leben. Aber ich bin nicht mehr konkurrenzfähig, zumindest, was meine Ansprüche anbelangt“, sagte der 34-Jährige. Die Schonacher bereiteten ihm einen emotionalen Abschied. Kircheisens Freundin Saskia durfte ihn bei seinem letzten Sprung von der Schanze lassen, im Ziel empfing sie ihn gemeinsam mit den Mannschaftskollegen mit einem Plakat. „Ich musste die Brille unten lassen“, gestand Kircheisen, dass ihm das Ganze sehr nahe gegangen war.

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