Diese Website speichert Cookies auf Ihrem Computer. Diese Cookies werden verwendet, um Ihre Website zu optimieren und Ihnen einen persönlich auf Sie zugeschnittenen Service bereitstellen zu können, sowohl auf dieser Website als auch auf anderen Medienkanälen. Mehr erfahren über die von uns eingesetzten Cookies finden Sie in unserer Datenschutzrichtlinie
Anzeige

Kommunalwahlen in England - nächste Niederlage für May?

London. In weiten Teilen Englands haben am Donnerstag die Wahlen zu Kommunalparlamenten begonnen. Bis 22.00 Uhr (23.00 Uhr MESZ) haben Briten sowie hier ansässige EU-Bürger und Staatsangehörige aus dem Commonwealth Zeit, ihre Wahlzettel abzugeben.

Kommunalwahlen in England - nächste Niederlage für May?

Gelingt es Labour, den Konservativen von Premierministerin Theresa May die Londoner Stadtbezirke Westminster und Wandsworth abzujagen? Foto: Pa/PA Wire

Der Blick richtet sich dabei auf das Abschneiden der großen Parteien in London. Gewählt wird in mehr als 150 englischen Bezirken. Während in vielen Kommunalparlamenten nur ein Teil der Sitz neu vergeben wird, stehen in den 32 Londoner Bezirken alle Sitze zur Verfügung. Insgesamt werden rund 4400 Mitglieder kommunaler Gremien neu bestimmt.

Spannend dürfte laut dem Politikwissenschaftler John Curtice von der Universität Strathclyde in Glasgow vor allem werden, ob es Labour gelingt, den Konservativen von Premierministerin Theresa May die Londoner Stadtbezirke Westminster und Wandsworth abzujagen.

Dafür spreche, so Curtice, dass sich in Wahlen seit dem Brexit-Votum bisher ein klarer Trend abgezeichnet habe: Wo beim Brexit-Referendum mehrheitlich gegen den EU-Austritt gestimmt worden sei, habe Labour später Erfolge verbucht. Fast in allen Londoner Bezirken waren die Brexit-Gegner in einer deutlichen Mehrheit.

Das gilt nicht für ländlichere Bereiche und den Norden Englands. Dort dürften die Konservativen mit Zugewinnen rechnen, glaubt der Wissenschaftler. Die Gesamtzahl der gewonnenen und verlorenen Sitze hat ihm zufolge aber nur wenig Aussagekraft für ein allgemeines Stimmungsbild, da sich beinahe die Hälfte der neu zu besetzenden Sitze in London befinden - inzwischen eine klare Labour-Hochburg.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Budapest. Die Regierungschefs der Visegrad-Vier-Staaten, Viktor Orban (Ungarn), Mateusz Morawiecki (Polen), Andrej Babis (Tschechien) und Peter Pellegrini (Slowakei), treffen heute in Budapest den österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz.mehr...

London. Theresa May hat es wieder einmal ganz knapp geschafft, die EU-freundlichen Rebellen in ihrer eigenen Partei beim Thema Brexit einzufangen. Doch die britische Premierministerin weiß: Nach der letzten Abstimmung ist vor der nächsten Abstimmung. Und ihre Mehrheit ist hauchdünn.mehr...

Brüssel. Der Koalitionsstreit in Deutschland hat EU-Politiker aufgeschreckt. Schon beim EU-Gipfel nächste Woche soll eine Lösung her - womöglich mit drastischen Maßnahmen.mehr...

Luxemburg. Die Rechtspopulistin nannte die Vorwürfe eine Lüge und Kampagne, doch das EU-Gericht bestätigt: Es gibt keinerlei Beweise dafür, dass Le Pens Mitarbeiterin tatsächlich am EU-Parlament tätig war.mehr...

Meseberg/Berlin. Im eigenen Land hat Kanzlerin Merkel wegen der Flüchtlingsfrage reichlich Ärger. Da kommt der Rückenwind von Frankreichs Präsident Macron wie gerufen. Der Franzose ist sogar bei seinem Lieblingsprojekt zum Kompromiss bereit.mehr...

Bogotá. Die Unzufriedenheit mit dem historischen Friedensvertrag mit den Farc-Rebellen hat den bislang recht unbekannten Politiker ins höchste Staatsamt getragen. Er will das Abkommen ändern. Beobachter hoffen, dass er dabei nicht zu viel Porzellan zerschlägt.mehr...