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Künstler Ferry Ahrlé mit 93 Jahren gestorben

Frankfurt/Main. Er malte, zeichnete, schrieb Bücher und moderierte Fernsehsendungen - der Künstler Ferry Ahrlé war in vielen Gattungen zu Hause. Im Alter von 93 Jahren ist das Multitalent in seiner Geburtsstadt Frankfurt am Main gestorben.

Künstler Ferry Ahrlé mit 93 Jahren gestorben

Künstlerisches Multitalent: Ferry Ahrlé (2004). Foto: Schultes

Der Künstler Ferry Ahrlé ist tot. Nach Angaben seiner Agentur starb der Frankfurter Maler, Autor und Moderator bereits am Mittwoch im Alter von 93 Jahren.

Bekannt wurde er vor allem durch seine realistisch anmutenden Gemälde, in denen er Gedichte von Johann Wolfgang von Goethe, Christian Morgenstern und Joachim Ringelnatz oder klassische Musikwerke verarbeitete.

Der ehemalige Frankfurter Kulturdezernent Hilmar Hoffmann (SPD) würdigte seinen Freund als den bedeutendsten und zugleich populärsten Maler der Stadt. Er habe in seinem Werk die Malerei mit den übrigen Künsten auf einer menschlichen Dimension verbunden, sagte er am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Hessens Kulturminister Boris Rhein (CDU) bezeichnete Ahrlé als „kreatives Genie und jemand, der die Menschen berührte“.

Der in Frankfurt geborene Künstler wuchs in Berlin auf. Dort studierte er an der Hochschule für Bildende Künste und nahm Schauspielunterricht. Mitte der 50er Jahre ging er zurück nach Frankfurt. Er entwarf Filmplakate für Regisseure wie Ingmar Bergman, Roman Polanski, Orson Welles und François Truffaut. Nach einem kurzen Abstecher in die französische Hauptstadt begann Ahrlé Ende der 1970er Jahre eine Fernsehkarriere.

Er schrieb Drehbücher, war Schauspieler und Talkmaster. In der Fernsehserie „Sehr ähnlich, wer soll's denn sein“ unterhielt sich Ahrlé mit Prominenten und zeichnete sie dabei vor laufender Kamera. Insgesamt entstanden rund 4000 Porträts. Ahrlé lebte und arbeitete zuletzt in seiner Geburtsstadt Frankfurt und in Berlin.

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