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Kultusminister-Präsident: Mehr Geld für Lehrerausbildung

Erfurt. Der Präsident der Kultusministerkonferenz, Thüringens Ressortchef Helmut Holter, fordert deutlich mehr Kapazitäten für die Ausbildung von Lehrern, um dem Personalmangel an Schulen zu begegnen.

Kultusminister-Präsident: Mehr Geld für Lehrerausbildung

Eine junge Lehrerin schreibt an eine Schultafel. Foto: Julian Stratenschulte

Das Recht auf Ganztagsbetreuung in Grundschulen ab 2025 und
steigende Geburtenraten stellten die Länder vor riesige Probleme, sagte der Linkspartei-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Es mangele auch an Personal, „weil der Lehrerberuf in Sachen Perspektive kein gutes Image hat“. Holter fügte hinzu: „Die Zeit drängt. Jeder weiß: Wer heute das Studium beginnt, steht in acht Jahren als ausgebildete Lehrkraft zur Verfügung.“

Der Bildungsminister forderte in dem Gespräch zudem, mit Geld aus dem Digitalpakt des Bundes für die Schulen auch Qualifizierungen von Lehrern zu finanzieren. Das Geld solle seiner Meinung nach nicht nur für Technik - etwa Geräte oder Netzwerke - ausgegeben werden. „Für wichtiger halte ich es, die Lehrer beim Digitalwissen mindestens auf den Stand ihrer Schüler zu bringen.“

Vom geplanten Nationalen Bildungsrat, den die große Koalition auf Bundesebene vereinbart hat, will sich Holter nicht in die Bildungshoheit der Länder hineinregieren lassen. „Der Rat soll seine Empfehlungen geben, aber die KMK, beziehungsweise die Länder, entscheiden“, sagte der Thüringer Minister. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) möchte mit dem Bildungsrat etwa erreichen, dass Länder-Unterschiede bei einem Umzug von einem Land ins andere und dem damit verbunden Schulwechsel keine Probleme machen - und dass das Abitur bundesweit den gleichen Wert hat.

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