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Landschaftspfleger in Gefahr: Schäfer kämpfen um Existenz

Viele Schäfer in Nordrhein-Westfalen kämpfen nach Angaben des Schafzuchtverbands NRW um ihre Existenz. „Dem Gros geht es schlecht. Und manchen geht es sehr schlecht“, sagte die Verbandsvorsitzende Ortrun Humpert. „Wenn sich an dieser Situation nichts ändert, dann haben wir, glaube ich, in zehn Jahren noch Restbetriebe, die dann auch im Museum stehen könnten.“ In vielen Landschaftspflegegebieten würde es dann keine Schäfer mehr geben und mit ihnen würden Pflanzen wie Orchideen und Enzian verschwinden, die von der Schafbeweidung abhängig seien.

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Aachen

, 29.03.2018
Landschaftspfleger in Gefahr: Schäfer kämpfen um Existenz

Schafe grasen im Nebel bei Rodenkirchen. Foto: Federico Gambarini/Archiv

Wenn ein Betrieb gut aufgestellt sei, könne er rund 50 Prozent seines Einkommens mit den eigenen Produkten verdienen, sagte Humpert. Der andere Teil müsse durch die Landschaftspflege reinkommen. Viele Schäfer pflegten etwa Flussdeiche in NRW. „Das wird nicht angemessen honoriert“, sagte Humpert. Der Berufsstand fordert für die Leistung im Landschaftsschutz eine bessere Bezahlung.

Es gebe landesweit noch 200 Schäfer, die einen Großteil ihres Einkommens in diesem Beruf verdienen. Für den anstehenden Generationswechsel bräuchte man bundesweit jedes Jahr 20 Auszubildende, die den Beruf abschließen. „In ganz Deutschland haben wir zwölf Absolventen“, sagte Humpert.