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Hilfe für Huckelpiste

Erneuerungspläne Radweg

Touristen, die nicht zum Feiern nach Legden kommen, wollen dort Fahrradfahren – oder beides miteinander kombinieren. Abwechslungsreiche Radtouren gibt es viele, gleich mehrere führen teilweise über den Radweg entlang der Bundesstraße 474 – und der gilt wegen seiner vielen Schadstellen zurzeit als eigentlich nicht zumutbar. Abhilfe ist aber in Sicht.

LEGDEN

von Von Sylvia Lüttich-Gür

, 01.08.2012
Hilfe für Huckelpiste

Diese beiden Pättkestouristen lassen sich von dem Schild wohl warnen, aber nicht abhalten: Sie radeln quer durch Legden entlang der Bundesstraße 474.

Das Paar aus Holland, das auf seinem Weg durch das Westmünsterland gestern Morgen auch durch Legden kam, stört es nicht so sehr. Sie seien ja im Urlaub nicht all zu schnell unterwegs und könnten daher ausweichen, sagen sie im Vorbeifahren. Dennoch werden sie auf den nächsten fast drei Kilometern in Richtung Holtwick öfter einen Schlenker machen als es ihnen lieb sein wird. Von Holtwick (in Höhe des Netto-Marktes) bis zur Feuerwehr in Legden reicht die 2,8 Kilometer lange Huckelpiste. Ab Oktober wird es sich voraussichtlich um eine Ausbaustrecke handeln, wie Nikolai Weber vom Landesbetrieb Straßen NRW mitteilt. Er bereitet gerade die Ausschreibung der Maßnahme vor.

Etwa 290 000 Euro werde die Sanierung des Radweges entlang de Bundesstraße kosten, sagt er. Welche Firma die Arbeiten wann genau und wie schnell erledigen wird, ist noch offen. Fest steht aer bereits, wie die Straßenbauer vorgehen müssen: Mit einer Fräse gilt es, alte Asphaltdecke aufzureißen und herauszunehmen, wie Weber erläutert. Danach folge der Aufbau – mindestens 15 Zentimeter. Eine Besonderheit: In Holtwick werden die Straßenbauer auf einer Strecke von rund 200 Metern das Gefälle ändern müssen. Zurzeit fließt dort das Regenwasser noch in eine Rille an der Straße – überall sonst in den Graben auf der andere Seite des Weges. „Das passen wir jetzt in Holtwick an“. Nach Jahrzehnten der Benutzung nicht nur durch Radler aus der Region, sondern auch durch viele Tages- und Wochenendgäste aus ganz Deutschland und den Niederlanden weist der Weg deutliche Alterserscheinungen auf: Spurrillen und Risse, Aufplatzungen im Asphalt oder Einsenkungen: jede Menge Radwegschäden – wie es auch bereits die Warnschilder signalisieren, die der Landesbetrieb entlang der Strecke aufstellen ließ. Insbesondere Rennradfahrer seien gefährdet, wenn sie mit den dünnen Reifen, in ein solches Hindernis gerieten, weiß Weber.

Bis Mitte August will er die Ausschreibung des Sanierungsauftrags fertig haben. Mitte September wird er vergeben, und im Oktober geht es dann los. Wann Radfahrer über eine dann nagelneue Fahrbahn rollen können, ist noch offen. Der Landesbetrieb prüft derzeit, ob er unter Vollsperrung des Radweges bauen lässt oder in Teilabschnitten. 

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