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Letzter Drehtag für Matthias Brandt

München. „Fernsehkommissar ist bei uns lustigerweise eine eigene Berufsbezeichnung“, meint Matthias Brandt. Er sieht sich als Schauspieler.

Letzter Drehtag für Matthias Brandt

Matthias Brandt 2013 im Kino Babylon in Berlin. Foto: Britta Pedersen

Abschied für Hanns von Meuffels: Der Schauspieler Matthias Brandt hat seinen letzten Drehtag als Kommissar in der ARD-Reihe „Polizeiruf 110“ hinter sich gebracht.

„Es war eine erlebnisreiche Zeit und ich bin glücklicherweise auch traurig, dass sie nun zu Ende ist“, sagte der 56-Jährige laut Mitteilung des Bayerischen Rundfunks (BR) vom Dienstag.

Seit 2011 hatte Brandt für 15 Folgen als zurückhaltender Ermittler vor der Kamera gestanden. „Jetzt wird es Zeit, mich mit anderen Dingen zu beschäftigen, bevor die Gewöhnung zu groß und es womöglich noch gemütlich wird, denn das wollte ich immer vermeiden.“ Als seine Nachfolgerin hätte der BR gerne Sophie Rois. Sie sei nach wie vor die Traumbesetzung, hieß es. Nähere Angaben gab es aber nicht.

Brandt hatte unter Regie von Christian Petzold in den vergangenen Wochen in München und Umgebung gedreht. In der Folge „Tatorte“ ermittelt von Meuffels wieder mal mit seiner Hamburger Kollegin Constanze Hermann (Barbara Auer). Sie wollen den Mord an einer Frau aufklären, hinter dem ein Familiendrama steckt. Doch es ist schwierig, auch weil die Kommissare eine komplizierte Beziehung pflegen. Der Krimi soll in der zweiten Jahreshälfte im Ersten laufen.

Seit 2011 hatte Brandt mit vielen Regisseuren zusammengearbeitet, „mal mehr, mal weniger gut gelungen“. „Kann aber auch gar nicht anders sein, wenn man eine künstlerische Arbeit als ein ständiges Herausfinden betrachtet und nicht als Erfüllen oder Abliefern.“ Im Januar 2017 hatte er seinen Ausstieg angekündigt. „Fernsehkommissar ist bei uns lustigerweise eine eigene Berufsbezeichnung“, sagte er damals der „Süddeutschen Zeitung“. Er wolle sich aber nicht festlegen lassen. „Noch lieber als Polizist bin ich nämlich Schauspieler.“

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