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Auftritt eines zeitlosen Helden

CAPPENBERG Ein "zeitloser Held" hatte am Sonntag seinen Auftritt auf Schloss Cappenberg. Genau 177 Jahre nach seinem Tod gab es einen interessanten Ausflug in das Leben des Freiherrn vom Stein.

von Von Volker Beuckelmann

, 29.06.2008
Auftritt eines zeitlosen Helden

Dr. Gerd Dethlefs erläuterte in einem Vortrag im Steinsaal „Die Porträts des Freiherrn vom Stein“.

Dr. Gerd Dethlefs, Historiker der Abteilung für Landesgeschichte beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe erläuterte in einem Vortrag im Steinsaal "Die Porträts des Freiherrn vom Stein".

Anhand verschiedener Bildnisse und Büsten lieferte Dr. Dethlefs den Beweis dafür, dass die Bilder scheinbar nicht für die heutige Nachwelt bestimmt waren, sondern nur für die damaligen Zeitgenossen. Trotzdem haben die Kunstwerke bis heute ihren reiz nicht verloren - im Gegenteil.

Qualitätsmaßstab

Wie hat sich vom Stein selbst gesehen? "Unter der hohen Stirn fixierte der Blick die Betrachter", so beschrieb Dr. Dethlefs etwa Johann Christoph Rincklages Bild, das er 1804 vom Freiherrn malte. Prüfender Blick, zusammen gekniffener Mund - die Büsten und Bilder spiegelten Steins Qualitätsmaßstab wider und charakterisierten ihn als energischen, visionären Amtsmann, der 20 Jahre in preußischen Diensten war. Aus seiner Ministerzeit gebe es erstaunlich wenige Bildnisse, so der Historiker.

Später sei breites Interesse an grafischen Bildnissen entstanden, da oft in Zeitungen und größeren Serien über den Freiherrn zu lesen war. Höhepunkt des Vortrages war das Bild "Der Tod Barbarossas", das Freiherr vom Stein in Auftrag gegeben hatte und nun im Steinsaal zu sehen ist. Das Original wurde 1832 fertig. Der Freiherr erlebte die Fertigstellung aber nicht mehr, sondern nur eine Vorzeichnung des Künstlers Julius Schnorr von Carolsfeld aus dem Jahr 1830.

Heinrich Friedrich Karl Reichsfreiherr vom und zum Stein, er starb am 29. Juni 1831 auf Schloss Cappenberg, gilt wegen seiner politischen Ideen zur kommunalen und regionalen Selbstverwaltung als einer der Gründungsväter des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL).

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