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Bergbauzulieferer sieht Lage besser als erwartet

Hoffnung bei Caterpillar in Lünen-Wethmar

Es geht bergauf. Beim Bergbauzulieferer Caterpillar hat sich im ersten Quartal die Lage besser entwickelt als erwartet. Von dem befürchteten „Plan B“ ist mittlerweile keine Rede mehr.

Lünen

27.03.2018
Bergbauzulieferer sieht Lage besser als erwartet

Die Werkseinfahrt von Caterpillar in Lünen-Wethmar. Es gibt positive Signale. © Peter Fiedler

Geschäftsführer Thomas Reuß nennt als einen Grund das positive Ersatzteilgeschäft. Zudem sei das Unternehmen dabei, sich in Produktsegmenten effektiver aufzustellen. Ein verbessertes Forderungsmanagement habe außerdem dazu geführt, dass offene Rechnungen beglichen wurden. Dadurch konnten Lücken geschlossen werden.

Betriebsversammlung war positiv

Diese hoffnungsvollen Zeichen scheinen im Unternehmen spürbar zu sein. Schon lange habe sie nicht mehr so eine positive Betriebsversammlung erlebt, berichtet Martina Vogelgesang, Vorsitzende des Betriebsrats des Bergbauzulieferers Caterpillar. Es habe am Donnerstagvormittag viele „positive Signale“ von der Geschäftsführung gegeben – auch wenn manche Prozesse momentan noch angepasst werden müssten. Denn von der einstigen etwa 1000-köpfigen Belegschaft sind nur noch knapp 600 Mitarbeiter übrig. Es wurde gekürzt, weil lange Aufträge und damit die Arbeit fehlten.

Jetzt ist die Arbeit wieder da – aber die Belegschaft weiter verkleinert. „Aber man hat das Gefühl, dass die Geschäftsführung das Problem verstanden hat“, erzählt Vogelgesang.

Es wird versucht, etwas zu bewegen

Die Belegschaft sei froh, dass es momentan nicht mehr um Reduzierungen und Einsparungen gehe – „man versucht wieder, etwas zu bewegen“. Von dem Plan der Geschäftsführung, den Mitarbeitern Urlaubs- und Weihnachtsgeld zu streichen, sei nicht mehr die Rede gewesen. Verhandlungen darüber waren Anfang des Jahrs gescheitert. Caterpillar-Geschäftsführer Thomas Reuß hatte danach im Gespräch mit dieser Redaktion erklärt, es gebe durchaus einen „Plan B“. Auch davon war in der Belegschafts-Versammlung am Donnerstag laut Vogelgesang keine Rede mehr.

„Wir wollen kein weiteres Personal abbauen und auch die Streichung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld ist kein Thema“, sagt Thomas Reuß. Inzwischen hätten sich Betriebsrat und Geschäftsführung wieder auf die 300-Stunden-Regelung eines Arbeitszeitkontos verständigt. Damit könnten Auftragsschwankungen ausgeglichen werden. Mitarbeiter sparen Arbeitszeit an. Wer viel arbeitet, kann auch mal zwei Monate eine Auszeit nehmen.

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