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Bilderbögen - die Zeitung des 19. Jahrhunderts

LÜNEN „Lieber Mann, du liest und rauchst, ohne dich mit mir zu unterhalten.“ Diese „Ansprüche der modernen Frau“ von 1855 sind nicht nur formuliert, sondern auch mit Zeichnungen illustriert – auf einem der 58 Bilderbögen, die das Museum der Stadt Lünen in seiner neuen Ausstellung zeigt.

von Von Peter Fiedler

, 04.06.2008
Bilderbögen - die  Zeitung des 19. Jahrhunderts

Der Hering hängt zu hoch für den „prassenden Altersrentner“.

Die Klage der Frauen über schweigende Männer dürfte auch heute noch aktuell sein.

Bezüge zum hier und jetzt erkennt Museumsleiter Dr. Wingolf Lehnemann aber auch in vielen anderen Bilderbögen. Etwa wenn ein darbender Rentner gezeigt wird, der sein Dasein während der Bismarckzeit mehr schlecht als recht fristet.

„Bilderbögen waren im 19. Jahrhundert sehr beliebt und weit verbreitet“, erläutert Dr. Lehnemann. Manchmal erzählten sie kleine Geschichten in Bildern, als Vorläufer der späteren Comics, manchmal erklärten sie die Welt, manchmal gestatteten sie den Blick in die Herrscherhäuser des Adels. „Die Bildzeitung von früher“, so der Museumsleiter.

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