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Boden rückt ins rechte Licht

LÜNEN-SÜD Die Naturförderungs-Gesellschaft für den Kreis Unna will, dass der Boden geschützt werden soll. Aus diesem Grund hat sie gemeinsam mit der Naturförderungsgesellschaft die Bodenwoche organisiert - vom 15. bis 21. September 2008 warten große Veranstaltungen, pädagogische Aktionen und Ausstellungen auf.

von Von Ludwig Overmann

, 12.06.2008
Boden rückt ins rechte Licht

Dr. Gerhard Laukötter (l.) und Ludwig Holzbeck laden zur Bodenwoche im Kreis Unna ein.

Zur Veranstaltung in Lünen erläuterte Ludwig Holzbeck, Geschäftsführer der Naturförderungs-Gesellschaft für den Kreis Unna (NFG), dass das Angebot für die Schulen, Planspiel Fläche, die Einberufung eines Rates mit Bürgermeister und Fraktionen vorsehe, die über Themen wie „Ansiedlung eines Verbrauchermarktes auf der grünen Wiese“ mit Sitzungsunterlagen und Argumentationshilfen berieten.

Bei der Geoscopie-Satellitenschaltung könnte die Schüler Flächenversiegelungen anschaulich nachvollziehen. An der Diskussion am 16. September abends im Hansesaal sind neben der Stadt Lünen, auch der Verein Pro Lünen sowie der Arbeitskreis Umwelt und Heimat vertreten. Fachlich orientierte Veranstaltungen wie die Podiumsdiskussion im Kreishaus am Montag, 15. September, (19 Uhr) zum Thema „Flächenverbrauch/Flächenschutz“ oder die landwirtschaftliche Fachtagung auf der Ökostation informieren zu Aspekten des Bodenschutzes (17.9.) und zeigen neue Perspektiven auf.

Exkursionen auf der Geo-Route-Ruhr

Daneben haben Kinder und Jugendliche die Chance, sich bei einem breiten pädagogischen Angebot mit dem Thema auseinanderzusetzen. Exkursionen z.B. auf der Geo-Route-Ruhr, die am Sonntag, 21. September, in Lünen beginnt (14 Uhr) und Ausstellungen (der NUA „Boden will leben“ und „Bodenprofile und Sande“) runden das Veranstaltungsprogramm ab.

Ein Regionalmahl unter dem Motto „Irdische Genüsse“ auf dem Emscherquellhof in Holzwickede, zubereitet aus regionalen Produkten von Köchen aus dem Kreis Unna wird die kulinarisch-lyrische Seite das „Bodens“ ins rechte Licht rücken. Zum Abschluss am Samstag, 20. September, wollen die Veranstalter den jährlichen Apfeltag um das Thema Boden in der Ökostation ergänzen.

Ein ökumenischer Gottesdienst am Zechenturm

Am Zechenturm in Bönen endet am Sonntag, 21. September, die Bodenwoche mit einem ökumenischen Gottesdienst. Die Bedeutung der Bodenwoche, die die Natur- und Umweltschutzakademie (NUA) des Landes Nordrhein-Westfalen seit 2004 jährlich durchführt, wird durch den geplanten Besuch hochkarätiger Fachleute aus Düsseldorf klar: So hat sich u.a. Landesumweltminister Uhlenberg zur Eröffnung des Bodenwoche angesagt, wird Staatssekretär Dr. Schink zur Podiumsdiskussion erwartet.

Aus Sicht von Dr. Gerhard Laukötter (NUA) ist die Erkenntnis, dass der Boden geschützt werden muss trotz eines Gesetzes bisher schwach ausgeprägt - im Gegensatz zum Thema Wasser. Zwar habe der Rat für Nachhaltigkeit der Bundesregierung empfohlen, den täglichen Flächenverbrauch - er beträgt 15 Hektar in NRW - auf fünf zu verringern, doch diese zehn Fußballfelder seien immer noch ein erheblicher Flächenverlust:

Der Boden werde auch nach einer Entsiegelung nicht wieder seine frühere Qualität gewinnen, meinten die Experten, die im September auf die vielen Aspekte des Bodens u.a. auch für die Landwirtschaft und die Artenvielfalt hinweisen wollen.

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