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Dortmunder Synode stimmt gegen Fusion der evangelischen Kirchenkreise

DORTMUND/LÜNEN Niederlage für die Leitung der evangelischen Kirche in Dortmund und Lünen. Ihr Vorhaben, die bisherigen vier Kirchenkreise zu einem einzigen zusammenzuschließen, ist zunächst gescheitert: Die Synode „Dortmund-Mitte-Nordost“ votierte am Montag gegen die Fusion. Bei zwei Enthaltungen stimmten 69 „Parlamentarier“ dagegen, nur 13 dafür.

von Von Andreas Wegener

, 03.06.2008
Dortmunder Synode stimmt gegen Fusion der evangelischen Kirchenkreise

Jürgen Lembke, Vorstandschef der Vereinigten Kirchenkreise, ist mit seinen Fusionsplänen gescheitert.

Vergeblich hatte der Vorstandsvorsitzende der Vereinigten Kirchenkreise, Jürgen Lembke, die Anwesenden ermutigt, trotz aller Bedenken für den Grundsatzbeschluss zu stimmen. „Wir haben eine historische Chance.“ Dagegen hielt Karl-Heinz Krumme, Presbyter der Scharnhorster Schalom-Gemeinde: „Ich halte das Ziel für absolut richtig. Nur der Weg dahin hat die Gefahr des Überrumpels.“

Die Kritik bezog sich vor allem auf den Zeitpunkt der Fusion (bis 2012) und damit verbunden auf die „nicht handhabbare Größe“ von dann 235 000 Mitgliedern im neuen Groß-Kirchenkreis. Neun Gemeinden hatten im Vorfeld schriftlich ihre Bedenken geäußert – unter anderem zu ungeklärten Leitungsfragen, ungelösten kirchenrechtliche Fragen und zu der Absicherung der hohen Standards der Jugendarbeit, der Kirchenmusik und der Frauenarbeit.

Neue Konzepte

Jetzt sollen möglichst schnell neue Konzepte erarbeitet werden. Die Synode Dortmund-Mitte-Nordost schlug vor, zunächst zwei Kirchenkreise im Verbandsgebiet zu gründen.

Weiter beschloss die Synode ein verstärktes Engagement im Bereich Umweltmanagement. Der Kirchenkreis will sich an der Aktion „Grüner Hahn“ der Evangelischen Kirche von Westfalen (EkvW) beteiligen. Dabei sollen kirchliche Gebäude in Dortmund auf ihren Energieverbrauch und ihre Umweltverträglichkeit hin überprüft und gegebenenfalls Maßnahmen zur Optimierung eingeleitet werden. Im Januar 2009 soll das Umweltmanagement in den Gemeinden beginnen. Zur Umsetzung der notwendigen Maßnahmen hat der Kirchenkreis Preisgelder in Höhe von 30.000, 20.000 und 10.000 Euro ausgelobt.

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