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Einziges Lebensmittelgeschäft in Gahmen macht dicht

LÜNEN Vor allem für die älteren Menschen im Stadtteil Gahmen ist es eine Katastrophe: Spätestens am 29. November 2008 werden Gerhard Hendler und seine Frau Petra ihr Rewe-Geschäft an der Gahmener Straße 294 aufgeben. Es ist der letzte Laden mit Vollsortiment.

von Ruhr Nachrichten

, 17.06.2008
Einziges Lebensmittelgeschäft in Gahmen macht dicht

Gerhard und Petra Hendler schließen Ende November 2008 ihre Rewe-Geschäft an der Gahmener Straße 294.

Alters- und vor allem gesundheitliche Gründe zwingen mich dazu, die Arbeit aufzugeben; und meine Frau schafft es nicht allein“, beschreibt der 66-Jährige die Situation. Und die beiden Kinder möchten die Nachfolge nicht antreten.

Fast 100 Jahre versorgte die Familie Hendler den Stadtteil mit den Mitteln des täglichen Bedarfs - die Großeltern von Gerhard Hendler eröffneten 1912 einen Laden, seine Eltern folgten 1956 und seit 1974 sorgt der jetzige Inhaber dafür, dass die Wege zum Einkauf von Lebensmitteln und anderen täglich notwendigen Dingen kurz sind. So wundert es nicht, dass Hendler überwiegend Stammkunden vor allem aus der älteren Generation hat.

320 Quadratmeter für Käse, Wurst, Obst und Gemüse

Dreimal hat Hendler das Geschäft auf jetzt 320 Quadratmeter erweitert mit Frischtheke für Käse, Wurst und Fleisch und einem Bereich für Obst und Gemüse. Die Erfahrung sagt ihm, dass diese Größe für einen Stadtteil wie Gahmen ausreichend ist - andererseits denken die Manager von Handelsketten bei Neubauten in dreifacher Größenordnung mit den entsprechenden Parkplätzen.

Nachfolger noch nicht in Sicht

Doch diese Kategorie, im Ortseingangsbereich von Gahmen favorisiert, hat sich erst einmal zerschlagen, sagte Stadtplanerin Astrid Linn auf Anfrage der Ruhr Nachrichten. Ein Nachfolger ist noch nicht in Sicht - erste Hoffnungsschimmer, so Hendler, seien zwei Interessenten, die sich in dieser Woche vorstellten.

Zum Thema Nahversorgung in Gahmen teilte jetzt der Vorsitzende der SPD-Gahmen, Egbert Gutkowski, mit, dass in anderen Orten bei vergleichbaren Problemen Lösungen gefunden wurden, wo mit Hilfe der Arbeitsverwaltung ältere Arbeitslose oder Menschen mit Behinderungen dort eine Beschäftigung gefunden haben und sich zusammen mit Eingliederungshilfen wirtschaftlich tragbare Modelle ergaben.

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