Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Fan-Polizist gibt deutschen Fußball-Fans gute Noten

LÜNEN Egbert Gössing aus Alstedde, Leiter der deutschen Polizeisondereinheit für Fußballfans, ist mit dem sportlichen Verlauf der Europameisterschaft äußerst zufrieden. Die deutsche Mannschaft ist bis jetzt im Rennen geblieben und er und sein 13-köpfiges Team so auch.

von Von Günther Goldstein

, 24.06.2008
Fan-Polizist gibt deutschen Fußball-Fans gute Noten

Für wen soll man Flagge zeigen, wenn man als Deutsch-Türke für das türkisch-deutsche Halbfinale sein Auto schmücken will?

Doch die Freude über den Aufenthalt zunächst in Österreich und in der zweiten Woche jetzt auch in der Schweiz hat natürlich auch seine Kehrseite, denn die Polizisten sind nicht in der Sommerfrische unterwegs, sondern absolvieren einen streckenweise knüppelharten Dienst in der Fanszene um die Nationalteams.

"Tolles Fußballfest"

Zuallererst lobt der auf solchen Turnieren erfahrene Polizist die gute Aufnahme und Zusammenarbeit seines Teams in den beiden Gastgeberländern. „Wir haben bisher ein tolles Fußballfest erlebt, bei dem wir mit unserer Arbeit für einen harmonischen Verlauf sicherlich beitragen konnten“.

Lediglich das Spiel zwischen Deutschland und Polen machte den Fanspezialisten mehr Arbeit als die anderen Partien. In guter Harmonie mit den uniformierten heimischen Beamten wurde eine erhebliche Zahl von gewaltbereiten Besuchern in Klagenfurt festgesetzt.

Für alle Eventualitäten gerüstet

„Wir sind gut vorbereitet und für alle Eventualitäten gerüstet“, berichtet Gössing, „jede Begegnung ist anders und das Verhalten der Fans nicht immer berechenbar. Da muss spontan gehandelt werden. Bis jetzt mussten wir bei keinen Auseinandersetzungen eingreifen. Die deutschen Fußballfans haben sich bisher gut verkauft“.

Dabei ist die Arbeit um die Stadien nur ein Teil ihres Auftrages. Sie begleiten ständig das deutsche Team, betreiben Vorbeugung vor den Spielen der Löw-Elf und halten Ausschau nach bekannten, „auffällig gewordenen“ Gesichtern. Das heißt permanent auf Achse sein. 6000 Kilometer sind seit dem Anpfiff der EM auf dem Tacho des Dienstwagens dazu gekommen, und es werden noch mehr, wenn gegen die Türkei ein Sieg herausspringt.

Dem Spiel in Basel sieht Gössing ruhig entgegen. „Hier sind beide Nationen zu Gast und werden sich hoffentlich benehmen, zu Hause ist das etwas ganz Anderes“.

 

Lesen Sie jetzt