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Hauseigentümer zu Engagement bereit

KIQ-Modellvorhaben

Jeder dritte Besitzer einer Immobilie an der Waltroper Straße in Lünen-Brambauer ist bereit, in sein Eigentum zu investieren. Dies ergab eine Umfrage im Rahmen des Projekts „Kooperation im Quartier“ (KIQ) in Brambauer. Die Umfrage ist Bestandteil eines Modellvorhabens.

LÜNEN

01.08.2012
Hauseigentümer zu Engagement bereit

Eine Jury vergab jetzt Preise für die Gestaltung der kreativsten Schaufenster.

Der Stadtteil wurde als Modellvorhaben in das vom Bundesministerium für Stadtentwicklung geförderte Forschungsfeld KIQ aufgenommen. Im Mittelpunkt des Projektes stehen die Immobilieneigentümer rund um die Waltroper Straße. Gemeinsam mit der Stadt Lünen und dem Verband Haus & Grund Lünen soll das Stadtteilzentrum aufgewertet werden.  Alle Immobilieneigentümer an der Waltroper Straße wurden schriftlich nach ihren Problemen, aber auch nach Unterstützungsbedarf befragt. 28 Prozent beteiligten sich.  

 Die Befragung zeigt, dass rund um die Waltroper Straße viele Eigentümer ihre Immobilie schon lange besitzen (56 Prozent 15 Jahre und länger). Rund die Hälfte der Eigentümer nutzt ihr Haus zumindest teilweise selbst. Die Bindung an Brambauer ist somit hoch. Bei einem Workshop Ende Juni wurde den Brambaueranern zudem eine grundsätzlich hohe Bereitschaft zum Engagement bescheinigt. Dieses Plus gibt dem Stadtteil einen eigenen Charakter.

 Zurzeit ist die Lage dennoch schwierig. Zwei Drittel der Eigentümer haben Vermietungsschwierigkeiten. Dies betrifft sowohl Ladenlokale als auch Wohnungen. „Die Situation am Immobilienmarkt hat sich verändert“, weiß Timo Heyn vom Forschungsbüro empirica aus Bonn, das das Modellvorhaben in den nächsten zweieinhalb Jahren unterstützt. „Eine regionale Wohnungsnachfrage ist vorhanden, aber es gibt keine demografischen Wachstumseffekte mehr. Nachfrage und Zahlungsbereitschaft werden künftig stärker durch Qualität der einzelnen Angebote und der Standorte beeinflusst sein. Wohnungen und Ladenlokale mit den richtigen Qualitäten haben gute Chancen.“  

Vielen Eigentümern ist bewusst, dass sich an der Waltroper Straße etwas tun muss: Jeder dritte Eigentümer sieht großen bis umfassenden Handlungsbedarf an seiner Immobilie. Rund 33 Prozent wollen in ihre Immobilie investieren, sind sich aber unsicher über das richtige Vorgehen. „Diese Eigentümer wollen wir mobilisieren und sie bei der Instandsetzung ihrer Objekte unterstützen“ plant Klaus Stallmann, Vorsitzender von Haus & Grund Lünen.

Der Projektname „Kooperation im Quartier“ ist aber nicht nur eine Worthülse. Privates Engagement muss durch öffentliches ergänzt werden und umgekehrt. Im Alleingang kann ein Stadtteilzentrum wie die Waltroper Straße nicht aufgewertet werden. „Wir werden alle Eigentümer zu einer Auftaktveranstaltung im Herbst einladen, um unsere Ideen und Projekte vorzustellen und gemeinsam zu diskutieren.“ so Stadtentwicklungsplanerin Astrid Linn.

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