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Kreis Unna ist Top-Adresse für Logistikbranche

Wirtschaftsförderungsgesellschaft

19.05.2007

Lünen Der Kreis Unna hat sich zum führenden Logistik-Standort in Nordrhein-Westfalen entwickelt und in Sachen Arbeitsplätze den Bereich Düsseldorf hinter sich gelassen. Mit 1600 neuen Arbeitsplätzen gilt der Kreis Unna nach einer Prognos-Studie als der dynamischste Standort in NRW. Deutschlandweit liegt der Kreis Unna hinter Freising/Bayern und Frankfurt am Main auf Platz drei. An dieser Entwicklung hat die Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) Kreis Unna einen erheblichen Anteil. Entsprechend stolz legten WFG-Aufsichtsratsvorsitzender Landrat Michael Makiolla und WFG-Geschäftsführer Dr. Michael Dannebom gestern den Jahresbericht 2006 vor. «Die Entwicklung ist im Großen und Ganzen sehr erfreulich. Für 2007 gibt es positive Aussichten», fasste Makiolla zusammen. So wies Dr. Dannebom darauf hin, dass DHL (Internationaler Marktführer für Expressversand) für den Standort Kreis Unna (Königsborn) erstmals in Deutschland das Konzept «Logistik Campus» entwickelt hat. Auf 24,4 Hektar entstehen drei Hallen mit insgesamt 60 000 Quadratmetern Fläche. Bis Ende des Jahres entstehen ca. 350 neue Arbeitsplätze. «Bei einer späteren Erweiterung sind weitere 600 bis 700 Arbeitsplätze geplant», so Dr. Dannebom. DHL investiert in diesem Jahr 46 Mio. Euro in den Logistik Campus. Logistik, so betonte Makiolla, sei eines der vier Kompetenzfelder, auf die sich der Kreis Unna im Wettbewerb als Standort und im Ringen um Fördermittel konzentrieren müsse. Neben dem Feld Logistik sind dies die Entsorgungs- und Verwertungstechnik mit Lünen als einem Standort mit herausragender Bedeutung, die Fabrikautomation (hier wurde das Netzwerk Industrie RuhrOst gegründet) und der Sektor «LifeScience», zu dem u.a. die Gesundheitswirtschaft und Medizintechnik gehört. Damit die WFG die Arbeit erfolgreich leisten könne, hat der Kreistag entschieden, fünf Mio. Euro (aus der Verwertung von RWE-Aktien) der WFG zur Verfügung zu stellen. Die positiven Entwicklungen wirken sich auf die Arbeitslosenzahlen im Kreis Unna aus. «Ende 2005 lag die Quote bei 13,5 Prozent, Ende 2006 bei 12,9 Prozent. Wir rechnen damit, sie in diesem Jahr unter 12 Prozent zu drücken», ist Landrat Makiolla optimistisch. Existenzgründungsberatung gehört zu den Leistungen, die das WFG anbietet. «829 Personen haben 2006 das Beratungsangebot angenommen», erklärte WFG-Mitarbeiter Christoph Gutzeit. «Fast jeder zweite Informationssuchende gründete ein Unternehmen.» Fast 70 Prozent der Gründungen erfolgte durch Arbeitslose. hi-

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