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Kreiskonferenz beleuchtete Senioren-Alltag

LÜNEN/UNNA Die Senioren von heute wollen nicht nur passiv alt und grau werden. Sie wollen ihr Leben gestalten. Gesellschaftlich und politisch. Das funktioniert nicht überall so gut wie im Kreis Unna, sagt die Vorsitzende der Kreisseniorenkonferenz.

von Von Tobe Kestin

, 26.06.2008
Kreiskonferenz beleuchtete Senioren-Alltag

Kreisseniorenkonferenz-Vorsitzende Eleonore Köth-Feige (r.) mit Landrat Makiolla und Prof. Dr. Caja Thimm.

Vorsitzende Eleonore Köth-Feige und Landrat Michael Makiolla begrüßten gestern 385 Vertreter von Seniorenorganisationen aus Politik, Kirche und Wohlfahrtsverbänden zum Kreis-Seniorentag in der Unnaer Stadthalle. Mit dem 1993 gestarteten Kreis-Seniorentag und der 2001 gegründeten Konferenz will der Kreis die veralteten Stereotypen von Senioren korrigieren.

Rund 108 000 Menschen, die älter als 60 Jahre sind, leben aktuell im Kreis Unna. Ihnen reichen zum Leben aber nicht (mehr) nur Kaffeekränzchen, betont Konferenzvorsitzende Köth-Feige: „Wir wollen unsere Erfahrungen einbringen, und wir sind höchst wissbegierig.“ Deshalb sollten Senioren auch in politischen Gremien sitzen – etwa in einem Demografie-Ausschuss wie in Schwerte.

In Kommunen wie diesen funktioniere aktives Seniorenleben schon richtig gut, lobt Köth-Feige. Vor kurzem noch habe ihr ein Ratsvertreter in einer Stadt außerhalb des Kreises gesagt: Die Stadt brauche keinen Seniorenrat. Die jungen Politiker würden die Bedürfnisse der Senioren nämlich genauso gut kennen.Praktische Arbeit „Wir wollen aber praktische Arbeit vor Ort“, betont die Vorsitzende. Dazu benötigen die Senioren Vertreter für ihre Interessen. Genauso wie Jugendliche und Kinder in verschiedenen Verbänden. Für die Zukunft hat sich die Konferenz ein hehres Ziel gesteckt: Die Delegierten wollen die Migrantenarbeit stärken. „Das müssen wir anpacken“, fordert Köth-Feige auf. Ein großes Feld, findet auch der Leiter Sozialplanung des Kreises, Hans Zakel. Denn die Migranten sehen das Ehrenamt ein wenig anders: „Dort funktioniert das eher innerhalb der Familie und der Nachbarschaft.“ Der Kreis Unna hat in der Migrantenarbeit eine Vorreiterrolle, lobt Köth-Feige: Schon vor zehn Jahren startete ein Programm „Alt werden in der Fremde“.

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