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Leerstände - wohin man auf der Waltroper Straße blickt

BRAMBAUER Mit epidemischer Wucht breiten sich an der Waltroper Straße Leerstände aus. Auch eine Folge des massiven Immobilien-Erwerbs durch die Kölner Vivacon AG? Ja, findet Brami-Vorsitzender Michael Ristovitch.

von Von Karl-Heinz Knepper

, 25.06.2008
Leerstände - wohin man auf der Waltroper Straße blickt

Lichtblick in der Leerstands-Trübnis: Die Neueröffnung des Elektro- und Hausgeräte-Geschäfts von Miroslaw Kelsch an der Waltroper Straße.

Die Vivacon falle nicht gerade durch ausgeprägtes Standort-Bewusstsein und die Bereitschaft zur Umfeld-Aufwertung im Ortskern auf, erklärte der Brami-Vorsitzende.

Auch trüge eine fehlende Präsenz des Immobilienaufkäufers vor Ort dazu bei, „dass man kaum Ansprechpartner findet und die Möglichkeit hätte, in Objektnähe miteinander zu sprechen“, sagte Michael Ristovitch.

Leerstände an der Waltroper Straße suchen, heißt, sie mit halbgeschlossenen Augen finden. Wo S. Oliver war, Leerstand. Wo Radio- und Elektro Weber war, Leerstand. Wo Nüchter bzw. Fahrrad Kuhlmann war, Leerstand. Weiter geht´s: Theos Backwelt hat die Hausseite gewechselt, ist von der Waltroer Straße 30 nach nebenan gezogen, ein leeres Ladenlokal hinterlassend.

Die Kölner Vivacon AG hat nach Informationen vor nicht allzu langer Zeit Bestände in größerer Anzahl aufgekauft, und zwar u.a. an der Waltroper Straße die Hausnummern Nr. 17 bis 20 erworben und an der Yorkstraße die Häuser Nr. 21 bis 25. Gekauft und zwischenzeitlich weiterveräußert wurden u.a. die Immobilien Waltroper Straße Nr. 16 bis 18 und Paul Bonnermann-Straße Nr. 2 bis 4.

Brief der Besorgnis

Brami-Vorsitzender Ristovitch hat der Vivacon schriftlich seine Besorgnis über die hohe Leerstandsquote mitgeteilt und an die Kölner appelliert, sich am Standort Brambauer der Verantwortung als Hausbesitzer zu stellen.

Darüber hinaus sieht Ristovitch aber wenig Einflussmöglichkeiten: „Ob sich Geschäfte rentieren, entscheidet der Markt, das können wir nicht beeinflussen, wer wo ein Geschäft aufmacht.“ Von den RUHR NACHRICHTEN auf die in Brambauer laut gewordene Kritik und Verunsicherung hingewiesen, teilte die Vivacon AG in Köln gestern u.a. mit: „Vivacon akquiriert und bündelt kleine Bestände privater Eigentümer und beabsichtigt die zentrale Verwaltung.“ Das Unternehmen strebe eine Vollvermietung der Bestände an. Auf die Leerstände angesprochen, hieß es bei Vivacon: Man verfolge eine Reduzierung der Leerstandsquote.

Kleiner Lichtblick in der Trübnis der Szenerie ist die Geschäftsferöffnung von Miroslaw Kelsch. Der 37-Jährige betreibt mit seinem Schwager an der Waltroper Straße 44 ein Elektro- und Haushaltsgeräte-Geschäft.

 

 

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