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Mehr Rechte für Opfer gefordert

LÜNEN Die Rechte der Opfer von Straftaten stärken und erweitern – das ist Ziel der Opferschutzorganisation „Weißer Ring“. Jetzt fand bei der Polizeiausbildungsstelle in Bork die Landestagung statt.

von Von Beate Rottgardt

, 24.06.2008
Mehr Rechte für Opfer gefordert

Die Rechtsanwältin Christiane Krause-Schumann stellt die Forderungen des Weißen Rings vor.

Christiane Krause-Schumann ist seit über 20 Jahren engagierte ehrenamtliche Mitarbeiterin. „Im Vergleich zu dem, was wir vor zehn Jahren hatten, haben wir relativ viel erreicht. Aber im Vergleich zu dem, was wir für wünschenswert halten, haben wir noch relativ wenig“, so die Rechtsanwältin.

Der „Weiße Ring“ und seine Mitarbeiter weisen immer wieder darauf hin, dass die Stellung der Opfer in Strafverfahren verbessert werden muss.

Weißer Ring fordert einen Opferanwalt

Beispielsweise möchte der „Weiße Ring“ erreichen, dass der Anspruch auf einen vom Staat bezahlten Opferanwalt ausgedehnt wird. Momentan gehören Raub und gefährliche Körperverletzung nicht zu den Straftaten, nach denen ein Opferanwalt bezahlt wird.

Im Hinblick auf minderjährige Täter fordert der „Weiße Ring“, dass die Mitwirkung des Opfers als Nebenkläger in wesentlich mehr Fällen möglich wird. Christiane Krause-Schumann: „Sexueller Missbrauch gilt oft nur als Vergehen. Hier ist wirksamer Opferschutz entwicklungsbedürftig.“

Die Opferschutzorganisation setzt sich auch dafür ein, dass minderjährige Täter Schadensersatz ans Opfer leisten. „Die Schadenswiedergutmachung fördert den Erziehungsgedanken, auf den bei Verfahren gegen minderjährige Täter viel Wert gelegt wird.“

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