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Museum braucht dauerhafte Heimat

LÜNEN Als „visuelles Gedächtnis der örtlichen Vergangenheit“ bezeichnete Museumsleiter Dr. Wingolf Lehnemann das kulturhistorische Kleinod in Schwansbell. Wer zeigt, wie Hausfrauen vor 150 Jahren ihren Alltag meisterten, wie Kinder einst gespielt haben und wie das Leben und Denken früherer Generationen war?

von Von Magdalene Quiring-Lategahn

, 11.06.2008
Museum braucht dauerhafte Heimat

Das Museum Schwansbell.

Auch von der Strahlkraft des Hauses, das in den letzten 25 Jahren 378.000 Besucher anlockte und dessen Exponate überregional gefragt sind, berichtete er gestern dem Kulturausschuss. Doch wo liegt die Zukunft? In welchem Gebäude, mit welchem Konzept und mit welchen Präsentationsmöglichkeiten?

Neukonzeption

Drängende Fragen stehen an, die es vor dem Hintergrund knapper Kassen zu lösen gilt. Dr. Lehnemann sprach von einer Neukonzeption, in die auch die Lüner Kunstsammlung aufgenommen werden könnte. Für die 10.000 Gegenstände müsse es eine moderne Bestandsverwaltung geben, die 40 Jahre alten Vitrinen genügten den konservatorischen Ansprüchen nicht mehr. Er plädierte dafür, eine dauerhafte Unterbringung für das Museum zu suchen.

Lob für Bestand

Dem stimmte auch Verena Burhenne vom Museumsamt des Landschaftsverbandes Westfalen Lippe zu, die am Mittwoch als Expertin an der Sitzung teilnahm. Sie lobte den Lüner Sammlungsbestand innerhalb der Museumslandschaft über Westfalen hinaus als überdurchschnittlich gut und bescheinigte dem ehrenamtlich tätigen Museumsleiter Dr. Lehnemann eine überaus fachkundige Betreuung. Auch sie plädierte dafür, einen dauerhaften Standort für das Museum zu suchen.

Ein detailliertes Konzeptprogramm, großflächige Räume, Barrierefreiheit, konservatorische Gesichtspunkte müssten in Zusammenarbeit mit Museumsdesigner und Architekten geklärt werden. Zudem müsse das Museum gut mit Personal ausgestattet werden. Mehrere Standorte habe sie in Lünen schon angeschaut – so richtig überzeugend war keiner.

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