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Schläger warf 17-jährigen in den Kanal

Strafe mit vier Jahren Bewährungsfrist

24.05.2007

Sein gestern hat er ein neues Problem: Das Schöffengericht verurteilte ihn wegen vorsätzlicher Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten, ausgesetzt zur Bewährung für vier Jahre. Zudem muss er 200 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. Alle Taten spielten im Bereich Kanal/Seepark. Einmal schlug der Angeklagte, der offenbar der Neonaziszene angehörte, einen 17-Jährigen nieder und stieß ihn nachts in den Datteln-Hamm-Kanal. «Als ich wieder heraus klettern wollte, hat er mich noch mehrere Male ins Wasser geschmissen», sagte der Zeuge aus. Eine knappe Woche später spürte ein 27-jähriger die Faust des Lüners, angeblich nach einem Streit um Drogen. Er erlitt erhebliche Augenverletzungen, auf einem Auge ist die Sehkraft um 20 Prozent vermindert. Nach dem Oktoberfest in Lünen-Süd teilte der Angeklagte gleich zwei Mal aus: Es setzte Schläge für einen 47-jährigen Lüner und dessen 23-jährigen Sohn. Der Schläger räumte alle Vorwürfe mehr oder minder ein, zunächst ohne erkennbare Reue. «Er hat `ne Faust abbekommen, ist reingefallen», meinte er lapidar über den Jugendlichen, den er nachts in den Kanal beförderte. «Die Einstellung des Angeklagten zu Gewalt ist äußerst bedenklich», merkte die Staatsanwältin an, plädierte auf eine Strafe von 18 Monaten auf Bewährung. Die Verteidigerin hielt ein etwas geringes Strafmaß für angemessen. «Er wollte sich nicht rausreden», wies sie auf das Geständnis hin. Erst in seinem Schlusswort zeigte der Lüner Reue: «Ich bin auf dem Weg der Besserung, die Leute tun mir leid», sagte er. Ohne Geständnis wäre der Angeklagte ins Gefängnis gewandert. Daran ließ Richterin Beatrix Pöppinghaus keinen Zweifel. Den Bewährungszeitraum von vier Jahren begründete sie damit, dass es lange Zeit brauche, um festzustellen, ob der Angeklagte sich wirklich gefestigt habe. Er behauptet, deutlich weniger als früher zu trinken und kaum noch Kontakt zu seinen damaligen Freunden zu haben. Fie-

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