Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Stadt sieht keine Alternative zum Friedhofs-Parkplatz

Übergangslösung

Es ist eine Übergangslösung und sie wird, wenn auch zähneknirschend, von Stadt und IGS akzeptiert: Beim Oktoberfest im Süden von Lünen wird es wohl Fahrgeschäfte auf dem Parkplatz des Kommunalfriedhofs Lünen-Süd geben.

LÜNEN

02.08.2012

Mögliche Alternativflächen für die Fahrgeschäfte des Oktoberfestes, die für den Friedhofsparkplatz vorgesehen sind, wurden am Donnerstag in einer Gesprächsrunde erörtert. Dazu hatte Bürgermeister Hans Wilhelm Stodollick eingeladen.  

Fazit der Diskussion mit Vertretern der Interessengemeinschaft Lünen-Süd (IGS) und den Kritikern des diesjährigen Veranstaltungsortes: Aus Sicht der IGS gefährdet ein Verzicht auf die beiden Fahrgeschäfte das Traditionsfest, aus Sicht der Stadtverwaltung gibt es derzeit keine baulichen Alternativen.  "Wir sind mit Hochdruck dabei, das Areal im Kreuzungsbereich von Jägerstraße und Leezenpatt zu erschließen", so Beigeordneter Matthias Buckesfeld: "Dort soll demnächst Lünen-Süds gute Stube entstehen." Doch die Erschließung dieses Geländes dauere noch an. Daher sei dieses Gebiet als Alternativstandort vorerst nicht geeignet. 

Im Auftrag des Veranstalters geprüft und später verworfen wurden nach Auskunft der Ordnungsbehörde der Sparkassen-Vorplatz, der derzeitige Rewe-Parkplatz, der Bolzplatz Sedanstraße sowie die Jägerstraße. Eberhard Rieß, Leiter des Ordnungsamts: "Diese Flächen kamen entweder aus bautechnischen oder aber aus Platzgründen nicht infrage." Die Sicherheitsauflagen - auch in Sachen Fluchtwege - seien nach der Loveparade-Tragödie derart hoch, dass Abstandsflächen unbedingt einzuhalten seien. 

Auf die beiden Fahrgeschäfte verzichten werde die IGS nicht, so Jochen Gefromm. Durch die Streichung eines Veranstaltungstages seien bereits 25 Prozent Einnahmeverluste vorprogrammiert. Viele Kaufleute hätten Geld investiert, um das Oktoberfest durchführen zu lassen. Zudem sei es nicht außergewöhnlich, ein Fest in der Nähe eines Friedhofs zu veranstalten: 579 Feste und Feiern in der Nähe von Grabstätten habe der Schaustellerverband bundesweit aktuell gezählt - auch die Cranger Kirmes finde in Friedhofsnähe statt.  

Erörtert wurde auch der Vorschlag von Klaus Georg, die Fahrgeschäfte fern des Oktoberfestes aufzubauen. "Das ist unrealistisch", so Gefromm, "da die Schausteller auf die Einnahmen des Oktoberfest-Publikums angewiesen sind und von zufälliger Laufkundschaft nicht leben können." Matthias Buckesfeld: "Seit Monaten führen wir Gespräche mit den Beteiligten - so auch mit den Kirchengemeinden. Alle Gesprächsteilnehmer haben, wenn auch zähneknirschend, diese Übergangslösung akzeptiert." Klaus Georg teilte nach dem Gespräch mit, dass er seinen Bürgerantrag aufrecht erhält.

Lesen Sie jetzt