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Weiterbildung für Notfallexperten

LÜNEN Das Überleben von Notfallpatienten trainierten 38 Ärzte, Rettungsassistenten und Pfleger am Samstag bei einer Fortbildungsveranstaltung im St.-Marien-Hospital und am Hangar des Rettungshubschraubers Christoph 8.

von Von Volker Beuckelmann

, 22.06.2008

Auf dem breit gefächerten Programm standen für die Teilnehmer - sie kamen aus dem ganzen Bundesgebiet - interessante Einblicke in das Lüner Schockraumkonzept. Es wurde vor einem Jahr eingeführt und bedeutet für Notfallpatienten optimale Chancen durch kurze Wege, Untersuchungen auf einer Ebene und ein interdisziplinäres Ärzte-Pfleger-Team, das Hand in Hand arbeitet und gemanagt wird von erfahrenen Anästhesisten. 15 Notfallexperten aus dem Klinikum und drei externe Referenten vermittelten praxisnah aktuelle Behandlungsmöglichkeiten etwa beim Schädel-Hirn-Trauma.

Die Einleitung der Narkose am Notfallort erklärte etwa Prof. Dr. Wolfram Wilhelm, Ärztlicher Direktor und Leiter der Klinik für Anästhesie und operative Intensivmedizin, der die ausgebuchte Veranstaltung leitete. An Schweinehälften und -beinen aus dem Schlachthof wurde die Punktion der Lunge bzw. Knochen geübt. Zum Einsatz an einer Trainingspuppe kam auch eine tragbare Optik, wie sie Christoph 8 mitführt, um schwierigste Situationen bei der Beatmung zu meistern.

Abläufe müssen trainiert werden

"Ich wollte mal wieder Luft schnuppern", begründete Dr. Martin Marsch, Chefarzt der Anästhesie am Allgemeinen Krankenhaus Hagen, seine Motivation. Ihn interessiere, wie Reibungsverluste bei der Versorgung am Notfallort sowie in der Klinik minimiert werden können. Dr. Marsch: "Abläufe müssen trainiert werden, Zuständigkeiten geklärt sein. Es geht mir auch darum, dass vermeidbare Fehler reduziert werden." Bei Schädel-Hirn-Verletzungen gelte es etwa, rund zehn Fehler zu vermeiden, vom Beatmungsschlauchs bis hin zu Medikamenten, die nicht gegeben werden.

Das Deutsche Rote Kreuz aus Dortmund präsentierte zwei Rettungswagen und Teams. Zudem referierten zwei Mediziner vom Knappschaftskrankenhaus Dortmund-Brackel und der kath. St.-Johannes-Gesellschaft Dortmund.

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