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Wer war der mysteriöse Fahrer?

Fall Roßdeutscher: Weitere Zeugenaussage

19.05.2007

Gestern beschäftigten sich die Richter mit der Aussage einer Zeugin (50), die vor mehr als 16 Jahren eine interessante Beobachtung gemacht haben will. Die ehemalige Nachbarin der Familie Roßdeutscher erinnerte sich in einer früheren Vernehmung bei der Polizei so: «Am Tag vor Angelikas Verschwinden habe ich sie morgens im Auto gesehen. Sie saß auf dem Beifahrersitz und blickte stur geradeaus. Gefahren ist ein Mann. Ich dachte zuerst, es wäre ihr Ehemann Rudolf gewesen, aber der sagte mir später, das dies nicht stimmen könnte. Er sei zu der Zeit schon auf der Arbeit gewesen.» Wer war also der mysteriöse Fahrer? Der Mann, der seit Anfang Februar auf der Anklagebank sitzt, und von dem Staatsanwalt Heiko Artkämper glaubt, er habe die Lüner Hertie-Angestellte Angelika Roßdeutscher im Februar 1991 vergewaltigt und ermordet? Oder ein bis heute Unbekannter, der die Theorie, dass die als still, zurückhaltend und schüchtern bekannte Angelika Roßdeutscher sich niemals freiwillig auf Männer-Abenteuer einlassen würde, möglicherweise doch ins Wanken bringen könnte? Wie berichtet, hatte bereits ein anderer Zeuge im Prozess ausgesagt, den goldenen VW Scirocco von Angelika Roßdeutscher am Tag vor dem Verschwinden der Frau an einem Klärwerk in Selm gesehen zu haben. Auch da habe die damals 36-Jährige auf dem Beifahrersitz gesessen - und daneben ein Mann, der aufgrund seines Alters niemals der Angeklagte gewesen sein kann. Der war nämlich damals erst Anfang 20. Am nächsten Prozesstag am 24. Mai wollen die Richter noch einmal den Ehemann der Getöteten als Zeugen vernehmen. «Anschließend», so der Vorsitzende Wolfgang Meyer gestern, «werden wir nur noch auf Antrag weiter ermitteln. Das Gericht ist dann von sich aus mit der Beweisaufnahme durch.» von

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