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«Wirkungen werden verharmlost»

BUND: Heftige Kritik an Trianel-Plänen

19.05.2007

«Anstatt auf die klimaschädliche Steinkohle zu setzen und die Bevölkerung durch Feinstaub und Schwermetalle zu gefährden, muss Trianel eine umweltfreundliche Energieversorgung sicherstellen», sagt Heinz-Georg Beyer, Sprecher der BUND-Kreisgruppe Unna. Das geplante Trianel-Kohlekraftwerk würde mit dem jährlichen Ausstoß von mindestens 4,5 Millionen Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid 40 Jahre lang zum Klimakollaps beitragen. Der Bau eines Steinkohlekraftwerks rechne sich aber nur unter den derzeitigen Rahmenbedingungen. Insbesondere die kostenlose Zuteilung von Verschmutzungsrechten im Rahmen des Emissionshandels stelle eine indirekte Subventionierung in Millionenhöhe dar. Energieexperten rechneten allerdings damit, dass spätestens 2012 die Bevorzugung gerade der klimaschädlichen Kohle gegenüber wesentlich weniger umweltschädlichen Gaskraftwerken beendet wird. Bis 2020 seien zudem erneuerbare Energien vollends konkurrenzfähig. «Dann zahlen die zum Trianel-Verbund zählenden Stadtwerke die Zeche und werden reihenweise Kunden verlieren», prognostiziert Beyer. Daneben wirft der BUND dem Trianel-Projektleiter Manfred Ungethüm vor, die Umweltauswirkungen des geplanten Kraftwerks zu verharmlosen. Offenbar kenne er die eigenen Antragsunterlagen nicht. So habe Trianel ausweislich der Antragsunterlagen sogar Ausnahmen von den gesetzlichen Vorschriften zur Luftreinhaltung beantragt: Im Anfahrbetrieb, der laut Antrag bis zu 60 Mal im Jahr stattfinden kann, soll das Doppelte der gesetzlich für Großfeuerungsanlagen zulässigen Schadstoffmenge ausgestoßen werden. Dann würden z.B. stündlich 106 kg Staub und 160 g des hochgiftigen Quecksilbers ausgestoßen werden.

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