Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige

Maas will für deutschen Sitz im UN-Sicherheitsrat werben

Berlin. Deutschland bewirbt sich wieder einmal um eine zweijährige Mitgliedschaft im UN-Sicherheitsrat. Außenminister Maas geht auf Werbetour. Die Entscheidung fällt am 8. Juni.

Maas will für deutschen Sitz im UN-Sicherheitsrat werben

Außenminister Heiko Maas reist nach New York zu den Vereinten Nationen. Foto: Kay Nietfeld

Außenminister Heiko Maas will am Mittwoch in New York bei den Vereinten Nationen für eine zweijährige Mitgliedschaft Deutschlands im UN-Sicherheitsrat werben.

„Wir wollen bei der Bewältigung der größten Herausforderungen für Frieden und Sicherheit mitwirken“, sagte der SPD-Politiker an diesem Dienstag vor seinem Abflug. „Deutschland ist fähig und bereit, mehr Verantwortung zu übernehmen.“

Auf seiner ersten USA-Reise wird Maas nur in New York und nicht in Washington Station machen, weil der von US-Präsident Donald Trump entlassene Außenminister Rex Tillerson nur noch wenige Tage im Amt ist. Der Antrittsbesuch in der US-Hauptstadt soll nachgeholt werden, wenn der designierte Nachfolger Tillersons, CIA-Chef Mike Pompeo, die Amtsgeschäfte übernommen hat.

Am Mittwoch wird Maas in New York UN-Generalsekretär Antonio Guterres und die UN-Botschafter mehrere Länder treffen. Der frühe Besuch des neuen Außenministers bei den Vereinten Nationen soll ein Zeichen für die Bedeutung internationaler Organisationen setzen. „Die Vereinten Nationen sind der Grundpfeiler der regelbasierten internationalen Ordnung“, sagte Maas. „Bewahrung und Ausbau dieser Ordnung sind zentrale deutsche Interessen. Deswegen ist es mir so wichtig, rasch nach meinem Amtsantritt nach New York zu reisen.“

Die Wahl der vorübergehenden Mitglieder des Sicherheitsrats findet am 8. Juni statt. Um die beiden Sitz für die Gruppe westlicher Staaten bewerben sich neben Deutschland auch Belgien und Israel.

Dem wichtigsten UN-Gremium gehören 15 Länder an. Die fünf Vetomächte USA, Russland, China, Großbritannien und Frankreich sind feste Mitglieder. Die anderen zehn Sitze werden jeweils für zwei Jahre vergeben.

Deutschland bewirbt sich alle acht Jahre und war zuletzt 2011/12 damit erfolgreich. Der Sicherheitsrat wurde „für die Wahrung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit“ gegründet und versucht über Resolutionen zur Bewältigung von Krisen- und Konfliktsituationen beizutragen. Den Vereinten Nationen gehören insgesamt 193 Staaten an.

Deutschland ist viertgrößter Beitragszahler der Vereinten Nationen und sogar zweitgrößter Geber bei humanitärer Hilfe und Entwicklungshilfe. Die Bundeswehr beteiligt sich an mehreren UN-Friedenseinsätzen, zum Beispiel im westafrikanischen Mali.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Toronto. Der Westen will wieder mit Russland ins Gespräch kommen. Aber die Dialogbereitschaft hat Grenzen. Beim G7-Treffen in Toronto wird nur über statt mit Russland geredet. Außenminister Maas bekräftigt seine harte Linie gegenüber Moskau - und bekommt viel Gegenwind.mehr...

Peking/Seoul/Washington. Kim Jong Un will seine Atom- und Raketentests stoppen. Aber sein Arsenal will Nordkoreas Machthaber nicht aufgeben. Es ist sein Faustpfand. Nur wie sind da Fortschritte bei seinen baldigen Gipfeln mit Moon und Trump möglich? Experten sind vorsichtig optimistisch.mehr...

Amsterdam. Auf Knien gegen Polizeigewalt und soziale Diskriminierung: Für seinen weltweit beachteten Protest gegen gesellschaftliche Missstände ist der US-Footballspieler Colin Kaepernick mit der höchsten Auszeichnung der Menschenrechtsorganisation Amnesty International geehrt worden.mehr...

Bagdad/Erbil. Zehntausende Flüchtlinge sind vor der IS-Gewalt nach Deutschland geflohen. Mit deutscher Hilfe bei der Jobsuche im Irak wirbt Entwicklungsminister Müller nun um ihre Rückkehr in die Heimat.mehr...

Berlin. Der albanische Ministerpräsident Edi Rama hat an die Politiker in Deutschland appelliert, einer Aufnahme von EU-Beitrittsverhandlungen mit seinem Land keine Steine in den Weg zu legen.mehr...

Seoul/Pjöngjang. Nach jahrelangen Drohgebärden und militärischen Machtdemonstrationen sendet Nordkorea in rascher Folge Entspannungssignale. Jetzt kündigt die kommunistische Führung gar an, es werde vorerst keine Atomversuche mehr geben. Ist das die Wende in dem Konflikt?mehr...