Diese Website speichert Cookies auf Ihrem Computer. Diese Cookies werden verwendet, um Ihre Website zu optimieren und Ihnen einen persönlich auf Sie zugeschnittenen Service bereitstellen zu können, sowohl auf dieser Website als auch auf anderen Medienkanälen. Mehr erfahren über die von uns eingesetzten Cookies finden Sie in unserer Datenschutzrichtlinie
Anzeige

Mainzer Rettungsparty - Schwarz: „Unbeschreiblich“

Dortmund. Welch ein Coup! Ausgerechnet beim Angstgegner aus Dortmund meistert der FSV Mainz 05 den Klassenverbleib. Das Festhalten an Trainer Sandro Schwarz macht sich am Ende doch bezahlt. Dagegen schieben die Dortmunder Frust - mal wieder.

Mainzer Rettungsparty - Schwarz: „Unbeschreiblich“

Mainz Yoshinori Muto (l) erzielt das 2:0 gegen Borussia Dortmund. Foto: Ina Fassbender

Nur Sekunden nach dem Schlusspfiff begann die Mainzer Party. Überwältigt vom 2:1 (2:1)-Coup beim großen Favoriten Borussia Dortmund und dem damit gesicherten Klassenverbleib lagen sich die Profis von Trainer Sandro Schwarz erleichtert in den Armen.

Der erste Gang der Profis ging nicht Richtung Kabine, sondern Fantribüne. Durch ein eigens geöffnetes Stadiontor gelangte der gesamte Kader in die tanzende Schar der Anhänger zur gemeinsamen Jubelfeier. „Ich bin überwältigt. Wir wollten es unbedingt aus eigener Kraft schaffen. Das ist uns gelungen“, schwärmte Sportvorstand Rouven Schröder sichtlich bewegt.

Ausgerechnet beim Angstgegner aus Dortmund, bei dem die Rheinhessen zuvor noch nie gewonnen hatten, gelang die Rettung. Wie schon beim 3:0 eine Woche zuvor gegen RB Leipzig verblüfften die Mainzer gegen einen vermeintlich stärkeren Gegner mit einem engagierten Auftritt und sehenswerter Spielkultur. Zwei frühe Treffer von Ridle Baku (4.) und Yoshinori Muto (13.) vor 81 360 Zuschauern im ausverkauften Signal Iduna Park verliehen Flügel. Und auch die Art und Weise, wie sein Team in der 2. Halbzeit die Führung weitgehend problemlos verteidigte, nötigte Trainer Schwarz Respekt ab. „Wie wir den Sack zugemacht haben, war beeindruckend. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl.“

Das befürchtete „Endspiel“ um den Klassenverbleib am kommenden Samstag daheim gegen Bremen bleibt den Mainzern damit erspart. Vor dem Saison-Showdown wuchs der Vorsprung auf den Relegationsplatz 16 auf beruhigende sechs Punkte an. Nach Meinung von Abwehrspieler Stefan Bell war das Festhalten der Vereinsführung an Trainer Schwarz auch in schwierigen Phasen der Schlüssel zum Erfolg: „Es ist eine unheimliche Genugtuung, dass wir es geschafft haben. Mit unserem eigenen Weg, mit Ruhe im Verein, mit Stabilität auf der Trainerposition. Dass wir nicht das machen, was alle machen.“

Dagegen wurde bei den Verlierern aus Dortmund nur ein Spieler gefeiert - und der stand zuvor gar nicht auf dem Platz. Überwältigt vom tosenden Applaus der Fans erklomm Ersatzkeeper Roman Weidenfeller bei seinem letzten Heimspiel nach 16 Jahren in Dortmund die Südtribüne und versuchte sich als Vorsänger. Für seine Mitstreiter in Schwarzgelb gab es dagegen gellende Pfiffe. Schließlich verspielte das Team in leichtfertiger Manier die Chance, sich vorzeitig für die Champions League zu qualifizieren.

Nur dank der Schützenhilfe der Teams aus Stuttgart und Bremen in den Spielen gegen die Verfolger Hoffenheim und Leverkusen behauptete der BVB den dritten Tabellenplatz. Vor dem Spiel beim Vierten aus Hoffenheim beträgt der Vorsprung auf die Kraichgauer und die Leverkusener drei Punkte.

Zur Enttäuschung der Zuschauer fiel der BVB zurück in den alten Trott, der nach den starken Spielen gegen Leverkusen (4:0) und Bremen (1:1) eigentlich überwunden schien. Trainer Peter Stöger sprach Klartext: „Die Mainzer sind so aufgetreten, wie man es tut, wenn man etwas ganz Großes erreichen will. Das haben sie uns voraus gehabt. Wenn man sich für die Champions League qualifizieren will, war es einfach zu wenig.“

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Sotschi. Joachim Löw konzentriert sich weiter ganz auf die Arbeit mit der Fußball-Nationalmannschaft. Seit der Pressekonferenz nach dem unerwarteten 0:1 gegen Mexiko schweigt der Bundestrainer zur prekären Situation vor dem zweiten Gruppenspiel am Samstag (20.00 Uhr) gegen Schweden.mehr...

Moskau. 85 Länderspieltore - mit dieser Bestmarke führt Cristiano Ronaldo seit dem Marokko-Spiel die Liste von Europas besten Torjägern im Nationaltrikot an. Es begann alles in einem EM-Eröffnungsspiel.mehr...

Moskau. Der Donnerstag bringt den zweiten Auftritt von Lionel Messi bei der Fußball-WM. Der Argentinier trifft mit seiner Mannschaft auf Kroatien. Auch ein anderer Mitfavorit präsentiert sich.mehr...

Moskau. Uruguay und Russland stehen als Achtelfinalisten fest, Marokko, Ägypten und Saudi-Arabien sind bei der Fußball-WM in der Vorrunde ausgeschieden. Im deutschen Team mahnt Thomas Müller zu Geschlossenheit.mehr...

Kasan. Diego Costa hat WM-Favorit Spanien gegen den krassen Außenseiter Iran auf Achtelfinal-Kurs gebracht und den Hoffnungen der leidenschaftlich verteidigenden Asiaten auf eine WM-Sensation einen Dämpfer versetzt.mehr...

Mannheim. Der SV Waldhof Mannheim hat nach der verspäteten Lizenzerteilung für den KFC Uerdingen wie angekündigt rechtliche Schritte gegen die Entscheidung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) eingeleitet.mehr...